Eurostoxx/Stoxx/Euronext/CAC 40
Westeuropa-Indizes unisono im Minus

Die europäischen Börsen haben am Donnerstag mit Kursverlusten geschlossen. Die schlechter als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen der Bank of America sorgten auf beiden Seiten des Atlantiks für sinkende Notierungen, sagten Händler. Daneben richteten die Anleger ihren Blick in erster Linie auf Unternehmenszahlen von großen Werten wie Nokia.

dpa/afx LONDON/PARIS. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 gab 0,48 Prozent auf 4 420,38 Punkte ab. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 verlor 0,77 Prozent auf 3 848,14 Zähler. Für den Euronext 100 ging es um 0,66 Prozent auf 1 034,39 Zähler nach unten. In Paris fiel der CAC 40 um 0,89 Prozent auf 5 767,24 Punkte. Der Ftse 100 gab um 1,02 Prozent auf 6 609,40 Punkte nach.

Aktien von Nokia sprangen nach Zahlen 2,54 Prozent auf 26,25 Euro in die Höhe. Der weltgrößte Mobiltelefonhersteller hat nach Meinung von Analysten im abgelaufenen dritten Quartal von einem starken Geschäft mit billigen Geräten für Schwellenländer profitiert. Darüber hinaus fiel der Gewinn je Aktie im dritten Quartal höher als von Experten erwartet aus. Aktien von LM Ericsson zeigten sich hingegen unbeeindruckt und gaben 3,64 Prozent auf 19,06 schwedische Kronen ab. Der schwedische Netzausrüster hatte am Dienstag eine Gewinnwarnung ausgeben.

Bankenwerte gerieten in den Sog der negativen Zahlen der Bank of America. BNP Paribas verloren 1,61 Prozent auf 76,63 Euro. ING Groep büßten 1,44 Prozent auf 31,43 Euro ein. Dexia Banque gaben 3,03 Prozent auf 22,38 Euro ab. In London verloren Barclays 2,74 Prozent auf 602,50 Pence. Für HSBC Holdings ging es um 2,18 Prozent auf 943,00 Pence nach unten.

An der Börse in Paris rückten Aktien von Lagardere an der Spitze des CAC-40-Index um 2,27 Prozent auf 59,05 Euro vor. Händler verwiesen auf einen Bericht des Wochenmagazins "Nouvel Observateur", wonach der Vorstandsvorsitzende Arnaud Lagardere den Verkauf von 40 Prozent des Anteils an dem Medienkonzern an "freundliche Investoren" wie etwa die Regierung von Katar und in der Folge einen Rückzug von der Börse erwäge. Eine Quelle für ihre Informationen nannte das Blatt nicht.

Papiere von Valeo verloren hingegen 3,85 Prozent auf 39,47 Euro. Der Automobilzulieferer hat im dritten Quartal einen Verlust erwirtschaftet und laut Händlern einen "düsteren Ausblick" präsentiert.

An der Börse in Madrid legten Papiere von Bankinter um 0,78 Prozent auf 10,28 Euro zu. Das Finanzinstitut hat Analysten zufolge im dritten Quartal von dem starken Kreditgeschäft mit kleinen und mittelständischen Kunden profitiert.

Aktien von Iberdrola profitierten von Spekulationen, dass die Actividades de Construcciones y Servicios (ACS) ihren 13-Prozent-Anteil an dem Energieversorger aufstocken oder verkaufen werde. Einem im Internet veröffentlichten Bericht zufolge wachse der Druck von Aktionären, den Anteil von 13 Prozent an dem Energieversorger entweder abzustoßen oder zu erhöhen, sagten Händler. Iberdrola stiegen um 1,66 Prozent auf 11,03 Euro. ACS verloren 0,77 Prozent auf 38,87 Euro.

An der Börse in London verteuerten sich Aktien von British Airways um 1,47 Prozent auf 430,00 Pence. Händler verwiesen auf Presseberichte, wonach die Fluggesellschaft Fusionsgespräche mit dem Wettbewerber British Midland Airways führe.

Auch die mögliche Übernahme der britischen Brauerei Scottish & Newcastle sorgte erneut für Gesprächsstoff an den europäischen Aktienmärkten. Aktien von S & N stiegen um 0,20 Prozent auf 757,50 Pence. Das Tageshoch hatte bei 770,00 Pence gelegen. Die Analysten von Dresdner Kleinwort haben das Kursziel für den Titel von 670 auf 800 Pence erhöht, den Titel aber von "Buy" auf "Add" gesenkt. Sie gehen davon aus, dass Carlsberg und Heineken bereit wären 823 Pence je Aktie für die Gruppe zu zahlen.

Heineken gaben 0,67 Prozent auf 46,16 Euro ab. Anleger befürchteten die niederländische Brauerei übernehme sich mit dem Angebot für S & N, sagten Börsianer. Noch deutlicher zeigten die Anleger ihren Unmut über die Übernahme bei Carlsberg: Die Titel brachen um 7,53 Prozent auf 712,00 dänische Kronen ein. Händlern zufolge werde erwartet, dass Carlsberg die Übernahme mit einer Kapitalerhöhung finanzieren wird.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%