Exportwerte stark
Fernost-Börsen deutlich im Plus

Die asiatischen Aktienmärkte haben nach positiven US-Vorgaben am Freitag deutlich höher notiert. Zu den größten Gewinnern zählten Exportwerte. Auch Finanzwerte legten zu.

HB TOKIO/HONGKONG. Grund waren Äußerungen von Analysten an der Wall Street, wonach die Aktien der US-Investmentbanken unterbewertet seien. Insgesamt verhielten sich die Anleger vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am kommenden Dienstag aber vorsichtig. Der Dollar blieb vor der Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze unter Druck.

In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,9 Prozent zu auf 16 127 Punkte, den höchsten Schlussstand seit mehr als einer Woche. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,4 Prozent auf 1 544 Zähler. Auch die Börsen in Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea lagen mehr als ein Prozent im Plus.

Die Börse in Shanghai zeigte sich kaum verändert. Bei Anlegern herrschte Unsicherheit über die zukünftige Geldpolitik der Regierung. Höhere Lebensmittelpreise hatten die Inflation in China im August auf den höchsten Stand seit fast elf Jahren getrieben. Anleger erwarteten daher eine baldige Zinserhöhung der chinesischen Zentralbank.

Auf dem japanischen Markt zählten die Papiere von Canon zu den Gewinnern. Sie verteuerten sich um 2,7 Prozent. Die Aktien von Sony gewannen 2,1 Prozent und die von Kyocera um 4,2 Prozent. Bei den Finanzwerten lag Nomura Holdings 1,5 Prozent höher. Die Aktien der Brauerei Sapporo Holdings stiegen um 7,9 Prozent. Grund waren Spekulationen, ein Hedge-Fonds könnte den Konzern übernehmen.

Die US-Börsen hatten am Donnerstag ebenfalls Kursgewinne verzeichnet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte ein Prozent zu auf 13 425 Punkte, der breiter gefasste S&P-500 0,8 Prozent auf 1 484 Stellen und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,4 Prozent auf 2 601 Zähler.

Der Euro präsentierte sich im fernöstlichen Devisenhandel am Freitag kaum verändert. Er notierte bei 1,3873 Dollar und 159,63 Yen. Der Dollar kostete 115,07 Yen. Am Donnerstag hatte der Euro zeitweise noch einen Rekordstand von deutlich über 1,39 Dollar markiert. Am Markt wurde darauf verwiesen, dass viele Investoren nun auf die Daten zum US-Einzelhandelsumsatz warteten, die im Tagesverlauf anstanden. Man erhoffe sich neue Rückschlüsse darauf, inwiefern die Turbulenzen auf dem Häusermarkt die dortige Wirtschaft beeinträchtigten, hieß es.

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