Fallender Ölpreis stützt
T-Aktie und SAP ziehen Dax hoch

Der Deutsche Aktienindex hat nach einem weiteren Rückgang des Ölpreises erneut zulegen können. Vor allem Technologiewerte gewannen deutlich. Die größten Kursverluste verzeichneten hingegen BASF.

HB FRANKFURT. Gute Vorgaben aus den USA und Asien sowie besser als erwartete US-Rohöllagerbestände haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch auf etwas festerem Niveau schließen lassen. Der DAX gewann 0,6% bzw 26 auf 4.584 Punkte.

Händler sprachen von einem zurückhaltenden Geschäft. Die Anleger hätten sich im Vorfeld der am Donnerstag anstehenden Zinsentscheidung in den USA zurückgehalten. Der unerwartete Anstieg der Rohöllagebestände, der sich in einem abschwächenden Ölpreis äußerte, habe den DAX im späten Geschäft noch etwas höher gleiten lassen.

Technologiewerte legten deutlich zu. Infineon zählten mit einem Plus von 1,4% auf 7,75 Euro zu den stärksten DAX-Titeln nach einer Hochstufung durch die Analysten von CSFB auf "Neutral" von "Underperform". SAP profitierten von den guten Zahlen des US-Wettbewerbers Oracle, die am Nachmittag bekannt gegeben worden waren. Wenig Einfluss hätten dagegen Spekulationen um angebliches Interesse von SAP an Siebel gehabt. Die Aktie des Softwarehersteller stieg um 1,7% auf 143,37 Euro.

Gesucht waren darüber hinaus Conti. Die Aktie gelte als Alternative zu den Aktien der Autohersteller, solange die Preisschlacht auf dem US-Markt noch in Gang sei, so ein Händler. Der fallende Ölpreis habe sich daher günstig auf den Kurs ausgewirkt. Conti stiegen um knapp 2% auf 60,72 Euro.

Die größten Kursverluste verzeichneten hingegen BASF, nachdem die Citigroup die Einstufung auf "Sell" von "Hold" gesenkt hatte. BASF verloren 1,1% auf 55,02 Euro. Deutsche Telekom erhöhten sich um 1,6% auf 15,09 Euro. Hier habe die Hoffnung auf eine höhere Dividende die T-Aktie zu Kaufinteresse geführt, hieß es. Nachdem die France Telekom die Dividende überraschend deutlich angehoben hatte, setzten Anleger nun auch auf eine höhere Ausschüttung der Deutschen Telekom.

Der Versicherungssektor wurde Händlern zufolge von den unerwartet gut ausgefallenen Zahlen des US-Mitbewerbers AIG gestützt. Allianz legten 1% auf 95,92 Euro zu, Münchener Rück kletterten um 0,7% auf 88,48 Euro. Das Plus von 1,1% auf 10,21 EUR bei Lufthansa führte ein Händler auf die leichte Entspannung beim Ölpreis und gute Vorgaben aus dem US-Sektor zurück.

Im MDAX fielen Stada nach Aussagen des AR-Vorsitzenden etwas zurück. Der AR-Chef hatte einem Pressebericht zufolge gesagt, dass Stada "weder ein freundliches noch ein feindliches" Übernahmeangebot erhalten habe. Daher hätten Anleger nun Gewinne realisiert, sagten Händler.

Stada fielen um 2,3% auf 30,29 Euro. Von Window-Dressing sprachen Händler in Hinblick auf Salzgitter. Die Aktie sei einer der Gewinner des ersten Halbjahrs und damit vor dem Ende des ersten Halbjahres besonders für MidCap- oder SmallCap-Fonds interessant, so ein Händler. Salzgitter gewannen 4,8% auf 22,33 Euro.

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