FedEx steht gut da
Zinsspekulationen bremsen Wall Street

Nach ermutigenden Unternehmensdaten haben die US-Aktienmärkte zunächst deutlich stärker tendiert. Den Aufschwung bremsten jedoch Spekulationen über eine aggressive Zinserhöhung der US-Notenbank ab.

HB NEW YORK. Der Aufschwung wurde Börsianern zufolge aber durch Spekulationen über eine aggressive Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) nach einem unerwartet starken Anstieg der US-Importpreise gebremst.

Der Dow-Jones-Index verließ den Markt 0,4 Prozent höher mit rund 10.410 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index zog um 0,45 Prozent auf etwa 1136 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,47 Prozent auf rund 1999 Punkte. Im Vergleich zur Vorwoche legte der Dow 1,6 Prozent zu, der S&P 1,2 Prozent und der Nasdaq ein Prozent.

Die Umsatztätigkeit blieb Börsianern zufolge einen Tag vor den Trauerfeiern zum Tod des ehemaligen US-Präsidenten Ronald Reagan gering. Die US-Aktienbörsen sind am Freitag geschlossen. Die vor Börsenbeginn veröffentlichten Konjunkturdaten nährten Börsianern zufolge die Befürchtung der Anleger, die US-Notenbank (Fed) könnte bei ihrem Treffen am 29. und 30. Juni die Zinsen aggressiver als erwartet anheben. Volkswirte hatten zuletzt mit einer Erhöhung des Schlüsselzinses der Fed um zehn bis 50 Basispunkte gerechnet. Derzeit liegt der Satz mit 1,00 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 1958.

Nach Daten des US-Arbeitsministeriums stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend an. Im Vierwochendurchschnitt erreichte sie den höchsten Stand seit Ende April. Zudem zogen die Einfuhrpreise wegen der teuren Ölimporte stärker als erwartet an und schürten damit Sorgen vor einer Beschleunigung der Inflation. „Die wöchentlichen Zahlen der Erstanträge haben nicht mehr so viel Gewicht wie zuvor, seit jeder sich mehr auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht konzentriert“, sagte Owen Fitzpatrick von der Deutsche Bank Private Wealth Management. Die Gewinnschätzungen der Unternehmen zeigten nach oben. Die meisten Firmen hätten in der Tat ihre Schätzungen nach oben geschraubt. „Wir hatten sehr starke (Unternehmens-)Gewinne und sie sollten auch im nächsten Quartal stark sein“, fügte er hinzu.

Ein Beispiel dafür lieferte Fedex, deren Aktien gut 1,2 Prozent auf 76,94 Dollar zulegten. Das Unternehmen hatte zuvor seinen ohnehin schon nach oben revidierten Quartalsausblick weiter erhöht.

Die Papiere des weltgrößten Chipherstellers Intel profitierten von einer Prognose des US-Branchenverbandes SIA. Dieser sagte voraus, die Chipumsätze im laufenden Jahr dürften deutlich höher ausfallen, als bislang angenommen. Intel-Aktien gewannen daraufhin fast 0,9 Prozent auf 28,64 Dollar. Dagegen belasteten die Titel des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble den Markt. Sie verloren gut 0,2 Prozent auf 110,52 Dollar, obwohl das Unternehmen zuvor erklärt hatte, es stimme mit den Gewinnprognosen von Analysten überein.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,17 Milliarden Aktien den Besitzer. 1827 Werte legten zu, 1439 gaben nach und 162 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,3 Milliarden Aktien 1580 im Plus, 1516 im Minus und 163 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 2/32 auf 99-20/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,798 Prozent. Die 30-jährigen Bonds legten 4/32 auf 98-21/32 Zähler zu. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,471 Prozent.

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