Fernost-Aktienbörsen fester
Neue Übernahmespekulationen beflügeln Japans Bank-Aktien

Die Aktienbörsen in Fernost haben am Freitag fester tendiert, nachdem der starke Quartalsbericht des taiwanesischen Chipherstellers TSMC am Markt positiv aufgenommen worden war. Der Ölpreis stieg wegen Sorgen um Lieferprobleme in Russland und im Irak auf Rekordhöhe.

HB SINGAPUR. Die Aktie von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) legte knapp fünf Prozent zu, nachdem der weltgrößte Auftragshersteller von Mikrochips eine Gewinnverdoppelung und die Erhöhung seines Investitionsbudgets mitgeteilt hatte.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,88 Prozent höher bei rund 11 325 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,54 Prozent auf 1 139 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur lagen deutlich im Plus. An der Börse in Tokio standen auch Bankenwerte im Mittelpunkt, nachdem die drittgrößte japanische Bank Sumitomo Mitsui Financial Group angekündigt hatte, dass sie eine Übernahme der angeschlagenen UFJ Holdings erwäge. UFJ steht bereits in Übernahmeverhandlungen mit der zweitgrößten japanischen Bank Mitsubishi Tokyo Financial. Die UFJ-Aktie legte über zehn Prozent zu.

„Die positiven Aussagen von TSMC haben viele Anleger zum Aktienkauf veranlasst, wir wollen aber noch prüfen, ob die Marktkonditionen so gut sind wie dies das Unternehmen sieht“, sagte Maggie Chien von der Capital Investment Management.

Die Aktien an der New Yorker Wall Street hatten den Handel am Vorabend ebenfalls fester beendet. Der Standardwerteindex Dow Jones ging mit einem Aufschlag von 0,1 Prozent bei 10.129 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,5 Prozent auf 1 100 Punkte zu. Die Technologiebörse Nasdaq gewann 1,2 Prozent auf 1 881 Zähler.

Bei anhaltenden Sorgen über mögliche Lieferausfälle in Russland und im Irak erreichte der Ölpreis am Freitag im Fernosthandel ein Rekordhoch. Der Preis für die US-Ölsorte stieg bis auf 43,09 Dollar je Barrel (1 Barrel = rund 159 Liter) und damit den höchsten Stand seit dem Beginn des Ölterminhandels an der New Yorker Börse vor 21 Jahren. Im weiteren Verlauf wurde US-Öl etwas niedriger bei 42,98 Dollar je Barrel gehandelt.

Der Markt sei noch nicht über die Öllieferung des angeschlagenen russischen Konzerns Yukos sicher und auch die Förderung im Irak sei ungewiss, sagte ein Analyst der IFR Energy Services, Timothy Evans. Am Ölmarkt waren am Mittwoch Befürchtungen erneut aufgekommen, dass der Streit zwischen dem russischen Staat und Yukos um Steuernachforderungen in Milliardenhöhe zu Lieferengpässen führen könnte.

Am Devisenmarkt erhofften sich Händler von der für Freitag erwarteten Vorlage der jüngsten Wachstumdaten zur US-Wirtschaft neue Impulse für den Handel. Der Euro tendierte mit 1,2044 Dollar kaum verändert zu seinem letzten Niveau in New York. Der Dollar lag bei rund 111,80 Yen.

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