Fernost: Börsen in Asien profitieren von US-Einigung

Fernost
Börsen in Asien profitieren von US-Einigung

Die Akteure an den Aktienmärkten atmen auf, weil der US-Haushaltsstreit vorerst beendet ist. Der Euro reagiert positiv gegenüber der US-Währung und liegt deutlich über 1,32 Dollar.
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SydneyDie Börsen in Asien haben am Mittwoch mit einem Höhenflug auf das Ende des US-Haushaltsstreits reagiert. Der MSCI-Asien-Pazifik-Index, der alle Börsen außer der in Japan zusammenfasst, legte um 1,9 Prozent zu. Die Tokioter Börse blieb wegen eines Feiertages geschlossen.

Der Leitindex der Hongkonger Börse gewann mehr als zwei Prozent, der südkoreanische Kospi-Index legte 1,7 Prozent zu. In Australien stiegen die Aktien auf den höchsten Wert seit 19 Monaten. Händler sahen die Einigung in den USA mit Erleichterung.

Denn ohne die Verständigung wären automatisch Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Kraft getreten. Das hätte die Gefahr einer Rezession in den USA und damit massive Auswirkungen für die Weltwirtschaft bedeutet.

Das Repräsentantenhaus in Washington wandte dies allerdings in letzter Minute ab. In der Nacht zum Mittwoch stimmte es nach stundenlangen Verhandlungen für einen Kompromissvorschlag des Senats, der viele automatisch in Kraft getretene Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen aufhebt.

Allerdings werden zahlreiche Sparmaßnahmen mit einem Volumen von mehr als einer Billion Dollar zunächst nur um zwei Monate verschoben, so dass neuer Streit im Kongress programmiert ist. Die Einigung galt trotzdem als Sieg für Präsident Barack Obama, da die Republikaner insbesondere bei der Besteuerung von reichen Amerikanern Zugeständnisse machen mussten.

Ein Euro wurde in Fernost mit 1,3281 Dollar bewertet nach 1,3200 Dollar zuletzt in New York. Auch nach der Einigung im US-Haushaltsstreit wurde der Euro deutlich über 1,32 Dollar gehandelt.

 

Die fehlenden Fortschritte im US-Haushaltsstreit hatten auch zum Jahreswechsel die Börsen in Asien im Bann gehalten. Nur wenige Börsen waren am Montag in Asien geöffnet. Während in Japan, Südkorea und Taiwan kein Handel stattfand, waren die Märkte in Australien, Hongkong und Singapur halbtags geöffnet. Die australische Leitindex schloss 0,5 Prozent im Minus. Im Gesamtjahr stieg der Index dennoch um 14,6 Prozent – der größte Jahresgewinn seit 2009.

Die Singapurer Börse verlor am Montag 0,8 Prozent, auf Jahressicht verbuchte der Index jedoch ein Plus von 20,6 Prozent. Trotz guter Konjunkturdaten von der chinesischen Industrie ging der Hongkonger Hang Seng Index kaum verändert aus dem Handel. Auch für diesen Index war es das beste Jahr seit 2009. Von den guten Aussichten für die chinesische Wirtschaft profitierte vor allem die Shanghaier Leitbörse, die am letzten Tag des Jahres 1,6 Prozent zulegte und damit aufs Jahressicht 3,2 Prozent gewann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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