Fernost-Börsen
Italien reißt auch Asiens Aktienmärkte nach unten

Die Sorge um Italien strahlt weit über Europa hinaus. An der Wall Street brechen die Kurse ein und auch in Asien zeigen sich die Märkte am Morgen tiefrot. Die Angst vor einem Zusammenbruch der Euro-Zone geht um.
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Tokio Die Furcht vor einer Ausweitung der Euro-Krise hat am Donnerstag die Aktienmärkte in Fernost schwer belastet. Analysten sprachen von der Sorge, die Entwicklung in Italien könne außer Kontrolle geraten. Die Schuldenkrise hatte bereits die US-Märkte ins Minus gezogen.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,9 Prozent tiefer bei fast genau 8500 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 2,6 Prozent nach auf 730 Zähler. Auch die anderen großen Märkte in der Region - ob Hongkong , Australien , Singapur , Shanghai , Südkorea oder Taiwan - wurden von dem Sog erfasst. In Hongkong und Südkorea lag das Minus dabei jeweils bei fast fünf Prozent.

Su-Lin Ong von RBC Capital Markets sagte, die Maßnahmen der Euro-Staaten im Kampf gegen die Krise dürften nicht ausreichen. „Was auch immer ihnen einfallen wird, es wird nicht genug sein, um eine Rezession in Europa zu vermeiden“, sagte er. Jetzt gehe es nur noch darum, wie tief die Rezession in Europa sein werde und ob die Krise auf das Bankensystem übergreife.

Die Finanzinstitute mussten in Japan besonders starke Abschläge hinnehmen. Die Sumitomo Mitsui Financial Group schloss 4,7 Prozent im Minus, die Mizuho Financial Group 3,8 Prozent und Mitsubishi UFJ 2,7 Prozent.

Die Aktien des Kameraherstellers Olympus gaben erneut um 17,1 Prozent nach. Das Unternehmen hatte eingeräumt, jahrelang Verluste verheimlicht zu haben.

Der Dow-Jones-Index hatte am Mittwoch um 3,2 Prozent auf 11.780 Punkte nachgegeben. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 3,7 Prozent auf 1229 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 3,9 Prozent auf 2621 Punkte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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