Fernost-Börsen
Nikkei folgt der Wall Street ins Plus

In der Hoffnung auf eine baldige Genesung der US-Ökonomie haben die asiatischen Börsen am Donnerstag durchweg Gewinne eingefahren.

HB HONGKONG. In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,8 Prozent auf 8 636 Punkte und stieg damit auf seinen höchsten Stand seit zehn Wochen. Der breiter gefasste Topix-Index schloss ein Prozent im Plus bei 826 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester. Der Dollar erholte sich in Fernost nach den jüngsten Spekulationen, er könnte als Weltreservewährung abgelöst werden. Auch US-Anleihen präsentierten sich fester. Zuvor waren Sorgen aufgekommen, die Schuldscheine, die zur Finanzierung der riesigen US-Konjunkturprogramme dienen sollen, könnten nicht genug Abnehmer finden.

Vor allem positive Signale aus den USA stützten den Markt in Fernost. Ein überraschendes Auftragsplus in der Industrie sowie eine Belebung am Immobilienmarkt schürten die Hoffnung, dass die Talsohle der Wirtschaftskrise in Amerika erreicht sein könnte. Verluste bei defensiven Titeln wie Pharmawerten wurden durch Gewinne von Papieren exportorientierter Unternehmen mehr als ausgeglichen. "Die Wechselkurse und die US-Börsenfutures sind stabil und helfen Exportwerten", sagte Kazuhiro Takahashi von Daiwa SMBC.

Sony-Papiere lagen fast sieben Prozent, Tokyo-Electron-Anteilscheine knapp drei Prozent im Plus. Die Aktien des Technologiekonzerns Elpida Memory schossen sogar um rund 18 Prozent in die Höhe. Der weltweit drittgrößte Hersteller von DRAM-Speicherchips erklärte, er wolle 471 Mio. Dollar durch die Ausgabe neuer Anteilsscheine einnehmen. Pharmaaktien wie die von Takeda Pharmaceuticals verloren dagegen 3,5 Prozent.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte den Handel am Mittwoch 1,2 Prozent fester bei 7749 Punkten beendet. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ein Prozent auf 813 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte 0,8 Prozent höher bei 1528 Stellen.

Die US-Währung notierte bei 97,80 Yen, nachdem sie am Vortag bis auf 96,90 Yen zurückgegangen war. Der Euro wurde kaum verändert mit 1,3590 Dollar gehandelt. Für Unruhe hatte zuvor die Äußerung von US-Finanzminister Timothy Geithner gesorgt, der sich "ziemlich offen" für einen Vorschlag Chinas zur Neuregelung des weltweiten Währungssystems gezeigt und damit den Dollar auf Talfahrt geschickt hatte. Der Druck auf die US-Währung ließ jedoch bereits an der Wall Street deutlich nach, als Geithner betonte, ein starker US-Dollar sei weiter im Interesse der USA und werde wohl noch lange Reservewährung bleiben.

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