Fernost-Börsen
Yen-Anstieg dämpft Nikkei

Mit Gewinnen haben die asiatischen Börsen am Freitag die Handelswoche beschlossen. In Tokio dämpfte der Kursanstieg des Yen die Zugewinne. Vor allem Exportwerte wie Aktien des Autobauers Honda verbuchten Verluste.

HB SINGAPUR. Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte notierte den Tag über im Minus, beendete den Handel dann aber mit einem leichten Plus von 0,04 Prozent bei 16.101 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,44 Prozent auf 1647 Zähler zu. Auch die Indizes in Seoul, Taiwan, Singapur und Hongkong verzeichneten Gewinne.

Die Aktien des weltweit zweitgrößten Autobauers, Toyota, büßten 0,31 Prozent ein, die Papiere des Konkurrenten Honda knapp zwei Prozent. Der japanische Notenbank-Chef Toshihiko Fukui überraschte die Anleger mit der Ankündigung, dass sich die Zeit der Zinsen nahe Null Prozent dem Ende nähere. „Das ist etwas, mit dem wir uns beschäftigen müssen“, sagte Katsuhiko Kodama von Toyo Securities.

Zulegen konnten in Tokio dagegen Stahlaktien wie JFE Holdings, die Anleger mit hohen Dividendenzahlungen anlockten. In Südkorea gewannen die Papiere des Tabakunternehmens KT&T mehr als elf Prozent. Die US-Investoren Carl Icahn und Warren Lichtenstein hatten ein feindliches Übernahmeangebot für die Firma vorgelegt.

Die Vorgaben aus den USA waren negativ. Der Index der Technologiebörse Nasdaq - der noch bis kurz vor Börsenschluss Kursgewinne verzeichnete - verließ den Handel am Donnerstag 0,17 Prozent schwächer bei 2279 Zählern. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,61 Prozent niedriger bei 11.069 Punkten.

Der Yen baute seine Vortagesgewinne zum Dollar und zum Euro aus. Nach den Andeutungen des japanischen Notenbankchefs spekulierte die Zeitung „Yomiuri“, die Notenbank könne bereits auf ihrer nächsten Sitzung am 8. und 9. März ihre extrem lockere Geldpolitik beenden. „Das ist nicht das erste Mal, dass wir davon hören, dass diese Geldpolitik bereits im März enden könnte“, sagte Devisenhändler Fumihiko Kawano von Nomura Securities. „Aber das Risiko, dass dies auch eintritt, ist ein wenig gestiegen.“

Zur japanischen Währung tendierte der Dollar bei 116,67 Yen. Der Euro lag zur US-Währung wenig verändert bei Kursen um 1,1920 Dollar.

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