Fernost: Euro auf 16-Monats-Tief zum Dollar

Fernost
Euro auf 16-Monats-Tief zum Dollar

Der Euro hat sich in Fernost deutlich schwächer gezeigt. Zeitweilig fiel die Einheitswährung am Montag zum Dollar auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten und war zum Yen so schwach wie seit Dezember 2000 nicht mehr.
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SingapurZum Wochenauftakt in Fernost hat sich der Euro schwach gezeigt. Experten machten die anhaltend schlechten Nachrichten zur Schuldenkrise dafür verantwortlich. Ohne einen besseren Ausblick für die Euro-Zone werde es für den Euro keine wirkliche Erholung geben, sagte Rob Ryan von BNP Paribas.

Ein Euro wurde mit 1,2687 Dollar bewertet nach 1,2719 Dollar in New York. Im Verlauf fiel er zeitweilig auf 1,2666 Dollar. Die US-Währung wurde mit 76,96 Yen gehandelt und damit praktisch unverändert zum US-Kurs. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,2132 und zum Dollar mit 0,9563.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Problem der Eurozone ist das Prinzip der eigenen Verantwortung dass von Deutschland und Frankreich zum eigenen Vorteil, bei der Euroeinführung, durchgesetzt wurde.
    Eine Währungsunion zwischen Ländern mit so verschiedenen natürlichen Standortvorteile und Ausgangsvoraussetzungen kann ohne gemeinsame Verantwortung einfach nicht funktionieren.
    Diese Art von Währungsunion, sollte es gegen aller Erwartungen überleben, würde am Ende nur zu einer Art von Neokolonialismus führen, mit einer horizontalen Arbeitsteilung, mit einigen hochindustrialisierten Länder auf der einen Seite und Bananenrepubliken auf der Anderen.
    Das hieße der politische Tod der Währungsunion und eventuell der EU, die dadurch benachteiligte Europäische Länder würden sich dies nicht gefallen lassen. Daher ist Frankreich, genau wie Deutschland, an der Misere der Währungsunion mitschuldig.

  • Die deutsche Wirtschaft hat sehr stark in diese Länder exportieren können und dadurch an Stärke gewonnen. Leider, wegen des starken Euro, wurden die Gewinne ins Nichteuroausland reinvestiert.
    Diese waren aber in Wirklichkeit nur Scheingewinne da nur auf Überschuldung von Euroländer basierend.
    Die jetzige erzwungene Entschuldung der Euroländer bewirkt genau das Gegenteil, wir werden daher bestenfalls eine Stagnation wenn nicht gar Deflation erleben.
    Nur ein realistisch bewerteter Euro, um die 1,20,- zum US-Dollar, kann die sich abzeichnende Rezession im Euroraum mildern. Für Konzerne die ihre Gewinne außerhalb des Euroraumes investiert haben, gewiss vom Nachteil.
    Wünschenswert und auch wahrscheinlich, wegen des Eurowechselkurs, wäre eine moderate Inflation, die das Entschulden der Euroländer erleichtern würde. Nur wer Bundesanleihen mit sehr niedriger Verzinsung unterzeichnet hat müsste dann, wegen der Inflation, Bauchschmerzen bekommen.

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