Finanzmärkte am Freitag geschlossen: Sorgen über US-Defizit bremsen Dollar-Anstieg in Fernost

Finanzmärkte am Freitag geschlossen
Sorgen über US-Defizit bremsen Dollar-Anstieg in Fernost

Erneut aufgekommene Befürchtungen über das US-Handelsdefizit in Rekordhöhe haben in dünnem fernöstlichen Handel den seit Wochen anhaltenden Anstieg des Dollar zu Euro und Yen gebremst. Wegen Feiertagen gab es keinen Aktienhandel an den Finanzmärkte in Tokio, Hongkong und anderen asiatischen Ländern.

HB SINGAPUR. Der Euro wurde mit 1,2870 Dollar kaum verändert zum späten Handel in New York gehandelt. Zum japanische Yen lag die US-Währung ebenfalls unverändert bei 105,81 Yen. Am Donnerstag hatten die USA für das abgelaufene Jahr ein Außenhandelsdefizit in Rekordhöhe vermeldet. Das Defizit kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 617,7 Milliarden Dollar. „Es war eine riesige Zahl für das gesamte letzte Jahr“, sagte Mark Cranfield von der Landesbank Baden-Württemberg in Singapur. „Kurzfristig war der Euro und der Yen zu stark verkauft worden, so dass die Handelszahlen wahrscheinlich einige veranlasst haben, beim Dollar Gewinne mitzunehmen.“

Nach dem erstmaligen Bekenntnis Nordkoreas, Atomwaffen zu besitzen, verbuchten sowohl die südkoreanische Währung Won als auch die Börse in Seoul Verluste. Der Börsen-Index gab 0,34 Prozent nach. Angeführt wurden die Verlierer von den Aktien des Schwergewichts Samsung Electronics mit einem Minus von 0,78 Prozent. Die Ankündigung des Nachbarlandes habe für Verunsicherung gesorgt, sagten Händler. Dagegen legte der Index in Singapur leicht zu.

An der US-Börse schlossen die Standardwerte angesichts positiver Quartalsberichte und Konjunkturdaten fester. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,8 Prozent auf 10 749 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq schloss nahezu unverändert bei 2053 Punkten. Mit Enttäuschung wurden dagegen nachbörslich die Quartalszahlen des weltgrößten PC-Herstellers Dell aufgenommen. Der Aktienkurs sank nach US-Handelsschluss 3,3 Prozent.

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