Finanzmärkte: Zittern an der Börse – nur ein Vorgeschmack?

Finanzmärkte
Zittern an der Börse – nur ein Vorgeschmack?

Plötzlich ist die Unsicherheit zurück: Weltweit geben die Börsen nach. Doch diesmal gehen die Schockwellen nicht von Europa oder den USA aus. Experten unken, die Turbulenzen seien erst der Anfang.
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DüsseldorfDer Dax setzt seine Talfahrt fort. Er rutscht am Montag um 50 Zähler auf 9350 Punkte ab. Bereits am Freitag war der Index eingeknickt. In den vergangenen Tagen hat er fast 500 Punkte verloren. Die Verunsicherung an den Börsen ist weltweit zu spüren. In Tokio gab der Nikkei am Montag um 2,5 Prozent nach. In New York fiel der Dow Jones am Freitag um zwei Prozent. Stattdessen flohen Anleger in sichere Anlagen wie Staatsanleihen, in die großen Währungen und Gold.

Diesmal ist es aber weder die Euro-Krise noch die Finanzkrise in den USA, die die Anleger verunsichert. Die Schockwellen gehen von den Schwellenländern aus. Anleger ziehen verstärkt Kapital aus einst hoch gelobten Ländern wie Brasilien, Indien oder der Türkei ab. Analysten zufolge flossen seit Jahresbeginn fast vier Milliarden Dollar aus den Schwellenländern ab – davon allein 2,4 Milliarden Dollar in der vergangenen Woche.

Das sorgte für einen Ausverkauf an den Aktienmärkten und ließ die heimischen Währungen abstürzen. Die Wechselkurse sackten im Vergleich zum Dollar teilweise auf den tiefsten Stand seit Jahren. Die türkische Lira und der argentinische Peso waren zeitweise sogar so billig wie nie zuvor. „Ob Rubel, Rupie, Real oder Rand – diese Währungen werden derzeit massiv verkauft“, erklärte Stratege Nick Xanders von BTIG in London.

Die Gründe dafür sind vielschichtig: Zum einen ist das Wirtschaftswachstum in den sogenannten Bric-Staaten – Brasilien, Russland Indien und China – nur noch halb so hoch wie vor der Finanzkrise.

Gefahr könnte zudem von den chinesischen Kreditmärkten und der hohen Verschuldung in Chinas Finanzsystem ausgehen. Gerüchte um eine Herabstufung der Bonität Chinas machen die Runde. Die Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) auf chinesische Staatsanleihen erreichten den höchsten Stand seit Juli 2013. „Tendenz weiter steigend“, sagt Jens Klatt von FXCM. In dieses Bild passte der jüngst veröffentlichte Einkaufsmanagerindex, der eine sich weiter abkühlende chinesische Wirtschaft anzeigt. Die größten Sorgen bereitet den Investoren jedoch etwas anderes.

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  • Cui bono? Wem nutzt es??? Wenn Wolfgang Schäuble im September 2011 sagt: "Wir haben keine Euro-Krise!" Der gleiche Schäuble im Januar 2013: "Wir haben in DEN Jahren der Euro-Krise eine Menge erreicht!"
    Was die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache 2013 noch mit dem Satz zu toppen wusste: "Die Krise ist noch längst nicht überwunden!"
    Und weil WIR ja nun mal in einer sehr schnelllebigen Zeit leben, sagte der französische präsident im Februar 2013, also einen Monat später - wörtlich: "Die Eurokrise ist vorüber!"
    Nur wem nutz es, dass diese politischen Persönlichkeiten zum selber Sachverhalt so gegenteilige Aussagen machen???

  • Soweit ich informiert bin, war vorher bekannt, dass im Falle des Taperings die Schwellenlänger Probleme bekommen. Dazu kommt der Haushaltsstreit schon wieder.
    Und die Gier derjenigen, die zuerst Dax 10000 ausgerufen haben und es dann haben krachen lassen.

  • Soweit ich informiert bin, ist es das befürchtete Tapering, das die Schwellenländer in diese Turbulenzen wirft, dazu der schon wieder anstehende Haushaltsstreit. Alles vorher bekannt gewesen, trotzdem wurden die Anleger mit sicher prognosizierten Dax-1000 geködert. Jetzt machen die Köderer Kasse auf Anlegerkosten - wie gehabt.

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