Finanzwerte
Bankenherabstufung lässt Börsen erzittern

Nach der Herabstufung italienischer und amerikanischer Banken geraten gerade Finanzwerte erheblich unter Druck. Besonders hart trifft es französische Banken, aber auch Commerzbank und Deutsche Bank gerieten ins Visier.
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FrankfurtDie Herunterstufung italienischer und amerikanischer Banken hat die Finanzwerte am Donnerstag erneut unter Verkaufsdruck gesetzt. Der europäische Bankenindex fiel um bis zu 3,2 Prozent und kommt seit Monatsbeginn damit auf ein Minus von mehr als zehn Prozent. Mit zu den größten Verlierern zählten die Aktien der Societe General , die gut fünf Prozent verloren. Französische Banken stehen derzeit besonders im Visier der Märkte, da sich Anleger um mögliche Liquiditätsengpässe sorgen. Im Dax rutschten die Deutsche Bank und die Commerzbank in den ersten Handelsminuten um mehr als fünf Prozent ab.

„Rezessionsängste und die Furcht vor einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise - die Stimmung ist mies und die Finanzwerte bekommen das derzeit besonders stark zu spüren,“ sagte ein Händler. „Kommt dann noch eine Welle von Herunterstufungen hinzu, wird die Verunsicherung nicht gerade kleiner.“

Die Ratingagentur Moody's hatte die Kreditwürdigkeit der US-Großbanken Bank of America , Wells Fargo und Citigroup herabgestuft . Die Wahrscheinlichkeit, dass der Staat die Institute im Falle von Schwierigkeiten bei einer neuen Finanzkrise unterstütze, sei zurückgegangen, hieß es zur Begründung.

Auch italienische Banken wurden abgestraft: Nach der Herunterstufung der Bonität Italiens verpasste die Ratingagentur Standard & Poor's einigen Finanzinstituten des Landes ebenfalls eine schlechtere Note. Betroffen sind unter anderem Mediobanca und die Intesa Sanpaolo , beide gaben um jeweils zwei Prozent nach. Der italienische Leitindex notierte 2,6 Prozent schwächer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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