Finanzwerte unter Druck
Börse Tokio schließt schwächer

Schwächer sind die Aktienkurse am Mittwoch in Tokio aus dem Handel gegangen. Angst vor einem Abflauen der US-Konjunktur und der Militärputsch in Thailand belasteten den Markt, wie Händler sagten.

HB TOKIO. Im späten Handel verringerten sich jedoch die Kursverluste, nachdem die japanische Regierungspartei LDP den bisherigen Kabinettssprecher Shinzo Abe zu ihrem neuen Präsidenten gewählt hatte. Abe dürfte nun auch japanischer Ministerpräsident werden. Er hatte angekündigt, im Fall seiner Wahl die Reformpolitik des amtierenden Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi fortführen zu wollen. Der Nikkei-225-Index fiel um 1,0% bzw 156 auf 15.719 Punkte. Der Topix verlor 1,4% bzw 22 auf 1.570 Punkte.

Die Angst vor einer schwächeren US-Wirtschaft ließ die Titel von exportorientierten Unternehmen nachgeben. Toshiba sanken um 2,4% und Hitachi um 2,2%. Die Aktien der Computerchip-Branche litten unter dem Rückgang der Book-to-Bill-Ratio für die Ausrüster der nordamerikanischen Halbleiterindustrie. Advantest fielen um 0,8%, Elpida um 0,2% und Tokyo Electron um 1,6%. Im Internetsektor verbilligten sich Yahoo Japan um 3,0%, nachdem die US-Mutter des Unternehmens ihre Prognose für das dritte Quartal nach unten korrigiert hatte.

Überdurchschnittlich hohe Verluste verzeichneten auch die Aktien von Wertpapierhandelshäusern. Daiwa Securities büßten 2,6% ein. Nomura Holdings und Nikko Cordial sanken um 1,4% und um 5,1%. Honda ermäßigten sich um 0,8%. Das Unternehmen hatte seine Werke in Thailand am Berichtstag geschlossen.

Toyota fielen um 0,8%. Der Automobilkonzern verfügt in Thailand über Kapazitäten zur Produktion von jährlich 450.000 Fahrzeugen. Das entspreche 5,5% der für dieses Jahr geplanten Einheiten. Zudem hat die Deutsche Bank Toyota auf „Hold“ von „Buy“ zurückgestuft. Nach Börsenschluss erhöhte Toyota indessen ihre Ergebnisprognose für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahrs. Das könnte der Aktie am Donnerstag Auftrieb geben.

Die Titel von Moshi Moshi Hotline verteuerten sich um 5,5%. Das Unternehmen, das Meinungsumfragen durchführt, habe vom Parteitag der Regierungspartei LPD profitiert.

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