Fondsmanager: "Keine guten Nachrichten"
China-Japan-Konflikt belastet Asiens Börsen

Sorgen der Investoren über die Entwicklung der US-Konjunktur und wegen des politischen Streits zwischen Japan und China haben am Montag an den asiatischen Börsen für kräftige Verluste gesorgt. Vor allem Exportwerte mussten deutliche Einbußen hinnehmen. Der Dollar legte zum Euro weiter leicht zu.

HB SINGAPUR. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss um 3,8 Prozent niedriger als am Freitag bei 10.938 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 3,58 Prozent auf 1109 Zähler. Auch die Börsen in Hongkong, Singapur, Südkorea und Taiwan gaben deutlich nach. Werte von Elektronikkonzernen wie Samsung und Sony sowie Autoaktien wie Honda verloren ebenso deutlich wie Aktien japanischer Stahl- und Schiffbau-Unternehmen. Diese hatten zuletzt von wachsender Nachfrage aus China profitiert.

„Es gibt einfach keine guten Nachrichten“, kommentierte Fondsmanager Park Kum Yung von Mirae Asset die Lage. In den USA scheine sich das Wirtschaftswachstum zu verlangsamen, in der Region brodele der chinesisch-japanische Konflikt, und im Technologiesektor rechneten Investoren jetzt erst später mit einer Erholung.

In den USA hatten die Auswirkungen eines enttäuschenden Quartalsberichts des Computerkonzerns IBM die Aktienmärkte am Freitag auf den tiefsten Stand seit gut fünf Monaten gedrückt. Auch schwache Daten zur US-Konjunktur trugen zur negativen Stimmung bei und erneuerten die Sorgen um eine Abkühlung der Konjunktur. Der Dow-Jones-Index und die US-Technologiebörse Nasdaq hatten jeweils etwa zwei Prozent nachgegeben.

Leicht verbessert gegenüber Freitag zeigte sich in Asien der Kurs der US-Währung. Ein Euro wurde mit 1,2892 Dollar bewertet, nach 1,2916 im späten New Yorker Handel am Freitag. Zum Yen notierte der Dollar mit 107,78 Yen nahezu unverändert.

Mehr Aufschluss über die Entwicklung der Inflation und der Zinsentwicklung in den USA erwarteten Händler von den in dieser Woche anstehenden US-Daten zu den Erzeuger- und Verbraucherpreisen. Die Erwartung beschleunigter Zinssteigerungen in den USA hat den Dollarkurs in diesem Jahr zu Euro und Yen um rund fünf Prozent steigen lassen.

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