Ford nach Zahlen im Minus
Ölpreis setzt US-Börsen unter Druck

Extrem hohe Ölpreise und die deutlich nachlassende Kauflust der Amerikaner haben der Wall Street am Dienstag Kursverluste gebracht.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index fiel bis zum Schlussgong um 58,92 Zähler oder 0,58 Prozent auf 10 120,24 Punkte. Der S&P-500-Index gab um 6,93 Zähler oder 0,63 Prozent auf 1 099,69 Punkte nach. Der technologielastige Nasdaq-Index wurde sogar um 32,67 Zähler oder 1,73 Prozent auf 1 859,42 Punkte zurückgestuft. Der Rentenmarkt tendierte fester. Der Euro notierte mit 1,2054 Dollar gegenüber 1,2031 Dollar am Vortag.

Vor allem die Ölpreise machten Marktteilnehmer als Ursache für die negative Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett aus. „Das ist das, was Druck auf den Markt ausübt und besonders die Exporteure und Autohersteller belasten wird“, sagte Neil Massa von John Hancock Funds. Leichtes US-Öl zur Lieferung im September verteuerte sich zeitweise auf 44,24 Dollar pro Barrel (knapp 159 Liter) und stieg damit erstmals seit Beginn des Terminhandels auf Öl vor 21 Jahren über 44 Dollar. Öl-Händler begründeten den Preisanstieg damit, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) derzeit trotz hoher Nachfrage keine Möglichkeit sieht, die Produktion unmittelbar zu erhöhen.

Ebenfalls negativ nahmen Börsianer Daten zum Konsum in den USA auf, der für rund zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung steht. Die Verbraucher gaben im Juni deutlich weniger aus als von Analysten erwartet. Die Ausgaben sanken zum Vormonat auf das Jahr hochgerechnet um 0,7 Prozent.

Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Aktienstratege Michael Metz von Oppenheimer & Co stellte den rückläufigen Konsum in Zusammenhang mit den hohen Ölpreisen: „Der hohe Ölpreis ist ein Faktor, der sich auf die Verbraucherausgaben auswirkt. Aber ich glaube, viele Händler denken, dass es sich um eine vorübergehende Verzerrung handelt.“ Metz ergänzte: „Das sind keine guten Nachrichten, aber es sind auch nicht neue schlechte Nachrichten.“

Zu den größten Verlierern gehörten die Aktien von Qwest. Sie brachen um fast 20 Prozent auf 3,19 Dollar ein, nachdem der Telekom-Konzern seine Verluste im zweiten Quartal ausweitete. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem gesunkene Umsätze im Festnetzgeschäft und die Kosten von Abfindungszahlungen an entlassene Mitarbeiter. Der Verlust je Aktie betrug 43 Cent nach 4 Cent. Analysten hatten im Mittel mit einem Verlust von 13 Cent gerechnet.

Die Papiere von 3M büßten 0,9 Prozent auf 82,82 Dollar ein. Medienberichten zufolge ist 3M-Chef James McNerney ein heißer Kandidat für den Posten des Boeing-Chefs.

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