Frankfurter Börse
Dax schließt so tief wie im Oktober 2014

An den europäischen Märkten dominieren Verluste den Handelstag. Vor allem Bankenaktien stehen unter Druck. Im Dax heißen die Tagesverlierer Deutsche Bank und Commerzbank. Nur eine Aktie legt zu.
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Frankfurt am MainWie gewonnen, so zerronnen: Am Mittwoch hievte die Deutsche Bank den Dax noch mit gewaltigen Gewinnen von bis zu 16 Prozent ins Plus. Am Donnerstag müssen die Depots der Anleger wieder darben. Mehr als neun Prozent verlor die Aktie des größten deutschen Geldhauses zwischenzeitlich. Aus dem Handel geht die Aktie 6,1 Prozent tiefer bei rund 13,7 Euro. Auch die Aktie der Konkurrentin Commerzbank musste Federn lassen. Diese ging 6,6 Prozent tiefer aus dem Handel und war damit der Tagesverlierer.

Damit gaben die Bankaktien den allgemeinen Trend im deutschen Leitindex vor, der am Morgen bis zu 3,3 Prozent beziehungsweise mehr als 280 Punkte verloren hatte. Am Tagesende verbuchte der Dax ein dickes Minus von 2,9 Prozent auf 8753 Zählern und schloss damit so tief wie seit Oktober 2014 nicht mehr. Damit sind die Gewinne von Mittwoch längste passé. Nur eine Aktie konnte zulegen: Adidas. Eine deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerung brachte die Papiere des Sportartikelherstellers mit einem Plus von 2,3 Prozent an die Dax-Spitze.

„Die Abwärtsspirale an den internationalen Aktienmärkten dreht sich weiter. Mehr noch: Die Erosion der Börsenkurse in den USA, Asien und Europa beschleunigt sich zunehmend“, kommentiert Andreas Paciorek vom Online-Broker CMC Markets.

Zuletzt hatte die Furcht vor einem Schwächeanfall der Weltwirtschaft viele Investoren verunsichert. Investoren fliehen in Scharen aus Risikopapieren rein in sichere Häfen wie Gold oder den Japanischen Yen. „Dabei löst gerade letztere Flucht eine Kettenreaktion aus, denn mit dem steigenden Yen fallen die Kurse an der Tokioter Börse in ebenso hohem Tempo“, sagt Paciorek von CMC Markets.

Hinzu kommt, dass die Handlungen der Notenbanken die Anleger verunsichern. Am Mittwoch hatte US-Notenbankchefin Janet Yellen keine konkreten Hinweise gegeben, wann weitere Zinserhöhungen anstehen könnten. Sie betonte jedoch, die Geldpolitik folge keinem vorgegebenem Kurs. Mit ihren Äußerungen nährte Yellen Erwartungen an den Börsen, dass die Fed trotz der jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten vor raschen Schritten zurückschrecken wird.

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Dax schließt so tief wie im Oktober 2014

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Ausverkauf an Europas Börsen

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Globale Märkte schwächeln

Kommentare zu " Frankfurter Börse: Dax schließt so tief wie im Oktober 2014"

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  • Herr C. Falk@
    Das ist der Spiegel-Troll.

  • @ Herr carlos santos

    >> Das Börsen-Drama beginnt erst richtig wenn es endlich Weltweit bekannt wird wie es tatsächlich um die Lage der Chinesische Banken steht ! >>

    Noch schlimmer wird es, wenn die Banken anfangen müssen, ihre Derivate aus den Bad-Bank-Kellern an die Oberfläche zu holen.

    Und dieser Prozess ist UNVERMEIDLICH !

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