Fresenius Medical ist Tagesgewinner
Dax schließt leicht in der Verlustzone

Wegen fehlender positiver Impulse haben die meisten deutschen Aktien ihre Gewinne vom Virtag wieder abgegeben. Im Blickpunkt standen wieder Bankenwerte, nachdem verschiedene Medien über Fusions- und Übernahmeüberlegungen deutscher Finanzinstitute berichtet hatten.

HB FRANKFURT. Der Leitindex DAX schloss mit einem Abschlag von 0,16 Prozent auf 4591,69 Punkte, hat aber allein seit Ende April um mehr als zehn Prozent zugelegt. Der MDAX der mittelgroßen Werte verlor 0,05 Prozent auf 6200,63 Zähler. Der Technologie-Index TecDAX sank um 0,12 Prozent auf 536,32 Punkte. In London und Paris wurden ebenfalls leichte Verluste verzeichnet. Der EuroSTOXX 50 ging hingegen mit einem kleinen Plus von 0,10 Prozent auf 3162,84 Punkte aus dem Handel. In den USA zeigten sich die Börsen am Abend uneinheitlich: Während der Leitindex Dow sich mit plus 0,2 Prozent bei 10 543 Punkten behauptete, gab der NASDAQ etwas nach: um 0,1 Prozent auf 2067 Punkte.

„Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA waren zwar recht wichtig, haben dem Markt aber keine neuen Impulse gegeben“, sagte Postbank-Händler Norbert Pütz. Zwar seien die Einzelhandelsumsätze in den Vereinigten Staaten eher negativ ausgefallen, „doch das relativiert sich, weil der Vormonat nach oben revidiert wurde“, sagte er. Zudem wirke es beruhigend, dass keine Inflationssignale von den Daten ausgegangen seien. Die Umsätze am deutschen Aktienmarkt seien eher moderat gewesen.

Commerzbank-Titel verteuerten sich im DAX um 2,30 Prozent auf 18,69 Euro, nachdem in der Presse berichtet wurde, dass die Bank auf dem deutschen Markt nach möglichen Partnern suche. HVB stiegen um 0,34 Prozent auf 20,60 Euro. Eine Kurszielanhebung der Deutschen Bank von 17 auf 21 Euro half der Aktie. Die Analysten reagierten damit auf das formelle Übernahmeangebot der italienischen UniCredit. Die Aktie der Deutschen Bank büßte hingegen 0,09 Prozent auf 64,80 Euro ein.

Das Finanzinstitut meldete nach der Übernahme der HVB Interesse an eigenen Zukäufen an. Im MDAX zählte die STADA-Aktie zu den größten Gewinnern mit plus 1,52 Prozent auf 26,09 Euro. Damit war sie so teuer wie zuletzt im Februar 2004. Der Arzneimittelhersteller hat seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigt und geht von einem Umsatz- und Ertragswachstum im zweistelligen Prozentbereich aus.

Die in den vergangenen Handelstagen sehr gut gelaufenen Pfleiderer-Aktien verloren als zweitschwächster MDAX-Wert 2,83 Prozent auf 14,76 Euro. Händler begründeten die Verluste überwiegend mit Gewinnmitnahmen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 78 Prozent an Wert gewonnen. Die an diesem Tag veröffentlichten Viermonatszahlen seien erfreulich, die Jahresprognose bestätigt worden, hieß es. Der Holzstoffe-Hersteller hat sich zudem mit der Gewerkschaft IG Metall auf eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 35 auf 38 Stunden geeinigt.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,94 (Montag 2,91) Prozent. Der Rentenindex REX sank um 0,08 Prozent auf 122,91 Punkte. Der Bund Future gab um 0,19 Prozent auf 122,77 Zähler nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2110 (Montag: 1,2062) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8258 (0,8290) Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%