Freundliche US-Börsen stützen
Dax schließt auf Tageshoch

Die deutschen Standardwerte sind am Mittwoch knapp behauptet aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax schloss auf seinem Tageshoch, nachdem kräftige Anfangsverluste dank freundlicher Impulse von den US-Börsen zunehmend dahinschmolzen. Bei Handelsschluss wurde der Dax 0,29 Prozent unter dem Vortag mit 4310,66 Punkten notiert.

HB FRANKFURT. Erst am Nachmittag hatte er den Weg über die 4300-Punkte-Marke gefunden. Für den MDax ging es um 0,89 Prozent auf 5684,48 Zähler nach unten. Der TecDax büßte 0,84 Prozent auf 534,57 Zähler ein.

Angesichts der Kurserholung an den US-Börsen hätten die deutschen Standardwerte am Nachmittag die anfänglichen Verluste eingedämmt, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Zudem habe der Euro im Tagesverlauf wieder etwas abgegeben. Börsianer sagten, die US- Verbraucherpreise hätten gestützt, da sich der Preisauftrieb im Januar nicht so kräftig wie erwartet beschleunigt habe. Nach kräftigen Vortagsverlusten erholte sich in den USA der Dow Jones bis zum frühen Abend um 0,5 Prozent auf 10 669 Punkte. Der Leitindex hatte am Dienstag mit 174 Punkten den stärksten Rückgang seit Mai 2003 verbucht. Für den Sammelindex Nasdaq Composite ging es um 0,3 Prozent auf 2036 Punkte hinauf. Der EuroStoxx 50 schloss 0,56 Prozent schwächer mit 3028,08 Punkten.

Titel der exportorientierten Autohersteller zeigten sich weiter schwach. Der unerwartet starke Preisanstieg für Eisenerz, dem Rohstoff der Stahlindustrie, verunsichere Investoren, sagten Händler. Daimler-Chrysler-Aktien verloren 1,02 Prozent auf 35,03 Euro, VW fielen um 1,01 Prozent auf 37,17 Euro und BMW gaben um 0,22 Prozent auf 32,23 Euro nach. Gegen diesen Trend stemmten sich Porsche-Vorzüge, die 2,07 Prozent auf 530,75 Euro zulegten. Der Sportwagenhersteller will in diesem Jahr den neuen Sportwagen Cayman S auf den Markt bringen.

Stahlerzeuger erneut unter Druck

Erneut unter Druck standen auch Papiere der Stahlproduzenten, nachdem bereits am Vortag die Sorge der Anleger vor höheren Rohstoffpreisen die Titel ins Minus gedrückt hatte. ThyssenKrupp verloren 1,40 Prozent auf 16,92 Euro, Salzgitter gaben im MDAX 3,70 Prozent auf 16,15 Euro nach.

Aktien des Reiseveranstalters Tui stiegen um 0,05 Prozent auf 18,59 Euro. Die HVB bewertete die Geschäftsentwicklung des Konzerns positiv und erhöhte das Kursziel für TUI-Aktien. Lufthansa erholten sich am Nachmittag und schlossen 0,38 Prozent fester mit 10,60 Euro. Am ersten Tag der Zeichnungsfrist notierten Premiere-Aktien im so genannten „Handel per Erscheinen“ beim Wertpapierhaus Lang & Schwarz in einer Spanne von 26,40 bis 26,70 Euro. Damit lagen die Titel in der Mitte der Preisspanne für den Börsengang des Bezahlfernseh- Senders von 24 bis 28 Euro. Die Zeichnungsfrist endet am 8. März. Als schwächster MDAX-Wert verloren Hugo Boss 4,31 Prozent auf 24,20 Euro. Automatisch ausgelöste Verkäufe hatten den Kurs zeitweise um mehr als 7 Prozent absacken lassen. Deutschlands zweitgrößter Damenmodehersteller Gerry Weber wird in Zukunft auch Herrenbekleidung anbieten. Die Aktien schlossen im SDax unverändert mit 10,80 Euro.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,44 Prozent (Vortag: 3,42). Der REX-Rentenindex sank um 0,10 Prozent auf 120,16 Punkte, der März-Bund-Future stieg um 0,04 Prozent auf 118,70 Zähler. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3203 (Dienstag: 1,3193 ) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7574 (0,7580) Euro.

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