Frühindikatoren zurückgegangen: Tokios Börse legt zu

Frühindikatoren zurückgegangen
Tokios Börse legt zu

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Freitag fester geschlossen. Dabei wurden die Kurse nach Einschätzung von Händlern von der positiven Entwicklung an der Wall Street sowie einem Anstieg des US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen gestützt.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte notierte zu Handelsschluss auf einem Stand von 10 965,05. Das war ein Anstieg um 127,40 Punkte oder 1,18 %. Dabei hatte der Nikkei zwischenzeitlich die psychologisch wichtige Marke von 11 000 Punkten überschritten, das erste Mal seit Oktober 2003.

Der Dollar stieg auf 107,13 Yen nach 106,15 Yen am Vortag. Händler führten dies auf Dollarkäufe durch die japanischen Finanzbehörden zurück. Der Euro lag deutlich stärker bei 1,2732-35 Dollar verglichen mit 1,2586-89 am Donnerstag.

Japans Wirtschaft hat im November dagegen an Schwung verloren. Die am Freitag vorgelegten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung deuten erstmals seit sieben Monaten wieder auf einen Rückgang der Wirtschaftsaktivität hin. Experten sehen darin aber noch keine Abkehr vom Aufschwung.

Der von der Regierung in Tokio veröffentlichte vorläufige Diffusionsindex für den Monat November sank auf 44,4 von revidierten 90,0 im Oktober. Werte über 50 signalisieren eine Expansion der Wirtschaft, Werte darunter eine Schrumpfung.

Berechnet wird der Index aus verschiedenen Indikatoren wie der Zahl neuer Stellenangebote, dem Verbrauchervertrauen und der Entwicklung der Aktienkurse. Ein Diffusionsindex erfasst das Verhältnis zwischen der Anzahl der expandierenden und der Anzahl der schrumpfenden Aktivitäten. Volkswirte verwiesen darauf, dass die Indikatoren eines Monats noch keine Trendwende signalisierten, zumal andere Daten zeigten, dass die Exporte nach wie vor stark seien und die Investitionen anstiegen.

„September und Oktober waren sehr starke Monate, und man kann sagen, dass der Aufschwung im November etwas an Schwung verloren hat“, sagte Mamoru Yamazaki, Chefvolkswirt von Barclays Capital. „Der Rückgang ist aber nicht beunruhigend“, fügte er hinzu. Ein Grund dafür seien die angewachsenen Warenbestände.

Auch in Regierungskreisen wurde der Anstieg der Warenbestände als wichtigster Grund für den Rückgang des Diffusionsindexes, gesehen. Durch den warmen Winter seien die Vorräte an Heizöl gewachsen. Außerdem warteten bei den Autoherstellern größere Fahrzeugbestände auf die Verschiffung.

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