GE stützt Wall Street
US-Börsen verteidigen ihr Plus

Obwohl die Stimmung auf Grund der anhaltenden Dollar-Schwäche getrübt ist, haben die US-Börsen am Mittwoch im Plus geschlossen. Der zuversichtliche Geschäftsausblick des Börsenschwergewichts General Electric (GE) hat ein gutes Stück dazu beigetragen. Die Kursgewinne hielten sich allerdings in Grenzen.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss in New York knapp 0,7 % im Plus mit 9690 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,80 % auf 1042 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,95 % auf 1899 Punkte.

A.C. Moore von Dunvegan Associates sprach von einer Gegenreaktion auf die Kursverluste der vergangenen Tage. „Wir sehen keine umfassende Trendänderung.“ Ohne starke neue Impulse werde der Aktienmarkt keinen weiteren Auftrieb erhalten.

Zu den am meisten gehandelten Aktien an der New Yorker Börse gehörten GE-Titel. Der Kurs legte um 3,6 % auf 29,47 Dollar zu. Der Mischkonzern hatte zuvor für das kommende Jahr zwar nur einen moderaten Gewinnanstieg, für 2005 aber wieder einen prozentual zweistelligen Zuwachs in Aussicht gestellt.

Zu den Kursgewinnern an der Wall Street gehörten auch die Titel von Analog Devices, die 3,8 % auf 46,59 Dollar gewannen. Der Chiphersteller hatte seinen Quartalsgewinn mehr als verdoppelt und erwartet für das laufende Vierteljahr einen erneuten starken Auftragseingang.

Ebenfalls zulegen konnte der US-Mobilfunkkonzern Motorola, der am Vortag nach Börsenschluss bekannt gegeben hatte, dass er bei seinen Umsatz- und Gewinnzielen für das vierte Quartal im Plan liege. Der Kurs der Aktie zog um 3,6 % auf 13,23 Dollar an. Von einem verbesserten Rating der Agentur Standard &Poor's profitierten die Titel der US-Baumarktkette Home Depot, die um 1,46 % auf 35,46 Dollar zulegten.

Für einen Dämpfer sorgten die Kursverluste des Dollar, der auf ein Rekordtief zum Euro gefallen war. Hintergrund sind die von den USA angekündigten Beschränkungen von bestimmten Textilimporten aus China. Die Pläne nährten Spekulationen, die US-Regierung könnte angesichts der Präsidentenwahl im kommenden Jahr mit einer protektionistischen Handelspolitik und einer Schwächung des Dollar versuchen, heimische Firmen und Arbeitsplätze zu schützen. Börsianer befürchten, dass eine schwächere US-Währung die Attraktivität von Dollar-Anlagen schmälert und zu einem Rückzug ausländischer Investoren aus den USA führt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,3 Mrd. Aktien den Besitzer. 1933 Werte legten zu, 1298 gaben nach und 196 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,78 Mrd. Aktien 1869 Werte im Plus, 1312 im Minus und 153 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 26/32 auf 100 Punkte nach. Sie rentierten mit 4,248 %. Die 30-jährigen Bonds fielen sogar um 1-12/32 auf 104-03/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,093 %. Die Kursabschläge bei den Staatsanleihen führten Händler unter anderem darauf zurück, dass das US-Handelsministerium zuvor einen kräftigen Anstieg bei der Zahl der US-Wohnbaubeginne im Oktober gemeldet hatte.

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