Geldspritze
Europas Börsen im Aufwind

Finanzwerte haben den europäischen Aktienbörsen am Dienstag Auftrief verschafft. „Die Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank von England (BoE) sorgen für Entspannung am Geldmarkt“, sagte ein Händler. „Das hilft der Finanzbranche und damit auch dem Gesamtmarkt.“

HB FRANKFURT. Der Dow Jones Stoxx50 der größten europäischen Börsenwerte stieg um 0,8 Prozent auf 3 690 Punkte. Der EuroStoxx50 der wichtigsten börsennotierten Firmen der Euro-Zone zog um 1,1 Prozent auf 4 358 Zähler an.

In London verteuerten sich die Aktien der britischen Großbank HBOS zwei Prozent auf 744 Pence, in Mailand zogen die Titel der Unicredit 1,7 Prozent auf 5,665 Euro an. Und im Pariser Handel stiegen die Papiere von Societe Generale um 1,4 Prozent auf 99,86 Euro. Der Index für den europäischen Bankensektor legte 1,2 Prozent zu. Die EZB hatte in ihrem Refinanzierungsgeschäft, dessen Laufzeit diesmal auf 16 Tage verdoppelt wurde, insgesamt 349 Milliarden Euro in den Markt gepumpt. Die BoE stellte der Finanzbranche zehn Milliarden Pfund zusätzlich zur Verfügung.

Positiv auf die Stimmung in der Finanzbranche wirkte sich Börsianern zufolge auch die Ankündigung zusätzlicher Garantien des britischen Staates für die angeschlagene Bank Northern Rock aus. Mit diesem Schritt soll die aktuelle Bonitätseinstufung bewahrt und damit ein Anstieg der Refinanzierungskosten verhindert werden.

Zu den Gewinnern des Tages zählte außerdem der Kaufhauskonzerns Debenhams. Die Papiere des britischen Unternehmens legten bis zu 15,6 Prozent auf 87,25 Pence zu, nachdem sich der Einzelhandelskonzern Landmark sieben Prozent der Anteile gesichert hatte. „Was hinter dem Schritt von Landmark steht, muss sich noch erweisen“, sagte ein Analyst.

Die Aktien des spanischen TV-Senders Sogecable verteuerten sich zeitweise um 6,6 Prozent auf 26,19 Euro. Anleger werteten ein Gerichtsurteil im Streit um Fußball-Übertragungsrechte als positiv, sagten Börsianer.

In Zürich rutschten die Titel von Nestle und Novartis hingegen um 2,1 Prozent auf 526 Franken beziehungsweise um 1,1 Prozent auf 62,15 Franken ab. In beiden Fällen machten Börsianer negative Analystenkommentare für die Kursverluste verantwortlich.

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