Gerüchte um Wells Fargo
Fusionsphantasien stützen US-Börsen

Die US-Börsen haben am Donnerstag leicht im Plus geschlossen. Stützend für die Kurse wirkten Nachrichten über mögliche Unternehmensfusionen, belastet wurde der Markt dagegen von Herabstufungen mehrerer Unternehmen durch Investmentbanken und eine Rating-Agentur.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel mit 10.450 Punkten um 0,15 Prozent im Plus. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10,465 und einen Tief von 10.428 Punkten bewegt. Der S&P-500-Index stieg um 0,23 Prozent auf 1212 Punkte. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq legte 0,26 Prozent auf 2134 Stellen zu.

Der Standardwerte-Index profitierte Händlern zufolge vor allem von positiven Nachrichten im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des Medizintechnik-Herstellers Guidant durch Johnson & Johnson (J&J). Die EU-Kommission teilte mit, sie genehmige die milliardenschwere Übernahme unter Auflagen. J&J erklärte, das Unternehmen rechne im Oktober mit einer Entscheidung der Aufsichtsbehörden über die geplante Übernahme für mehr als 25 Milliarden Dollar. Die J&J-Aktie legte 0,45 Prozent auf 62,53 Dollar zu.

Die Aktie des Themenpark-Betreibers Six Flags verteuerte sich um elf Prozent auf 7,26 Dollar. Das Unternehmen hatte sich zuvor selbst zum Kauf angeboten. Die Aktie von York International stieg sogar um 36 Prozent auf 56,79 Dollar, nachdem der Autoteilehersteller Johnson Controls die Übernahme des Unternehmens für 2,4 Milliarden Dollar angekündigt hatte.

Die Senkung der Ratings von General Motors und Ford Motor durch Moody's belastete dagegen die Autowerte. „GM und Ford waren zwar bereits zuvor von Standard & Poor's auf Junk (spekulatives Niveau) herabgestuft worden“, sagte Volkswirt Christopher Low. Die neue Herabstufung könnte aber eine weitere Verschlechterung der Lage bei den Unternehmen signalisieren. Die GM-Aktie büßte 0,53 Prozent auf 34,09 Dollar ein. Der Kurs der Ford-Aktie fiel um ein Prozent auf 9,82 Dollar.

Die Aktie von Dow Chemical litt unter einer Herabstufung durch Citicorp. Der Kurs fiel um 2,1 Prozent auf 44,68 Dollar.

Im Blickpunkt der Anleger blieb Händlern zufolge der Ölpreis, der im Tagesverlauf eine Rekordmarke von 68 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) erreichte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,20 Milliarden Aktien den Besitzer. 1930 Werte legten zu, 1325 gaben nach und 208 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,32 Milliarden Aktien 1626 Werte im Plus, 1383 im Minus und 182 unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 2/32 auf 100-23/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,161 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 12/32 auf 115-12/32 Zähler an. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,368 Prozent.

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