Gewinnmitnahmen beenden Höhenflug: Euro kratzt nach US-Daten am Rekordhoch

Gewinnmitnahmen beenden Höhenflug
Euro kratzt nach US-Daten am Rekordhoch

Zweifel an der Stärke der US-Wirtschaft haben dem Euro am Freitagnachmittag zeitweise neuen Schwung gegeben und ihn in Richtung seines Rekordhochs von knapp 1,29 Dollar getrieben. Sowohl die US-Handelsbilanz als auch der Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan fielen schlechter als von Analysten erwartet aus.

HB FRANKFURT. In der Folge stieg der Euro gegenüber dem Dollar deutlich an, blieb knapp unter seinem Rekordhoch von 1,2898 Dollar hängen und fiel dann wieder deutlich auf 1,2784 Dollar zurück. „Wir hatten zwei Mal schlechte Zahlen in den USA. Als der Euro dann trotzdem nicht über 1,29 Dollar ging, gab es Gewinnmitnahmen“, sagte ein New Yorker Devisenhändler. Die Aktienmärkte reagierten auf die Daten mit Kursverlusten. Am Nachmittag lag der Deutsche Aktienindex (Dax), der am Morgen noch bei 4 130 Punkten notiertet hatte, bei 4 052 Stellen. Ein Minus von 1,66 Prozent gegenüber dem Vortag. An den US-Börsen gaben die Kurse ebenfalls nach.

„Die Märkte sind momentan verunsichert“, sagte Analyst Andreas Ronig vom Online-Broker Ibas FXdirekt. „Dahinter steht die Frage: Wer ist konjunkturell auf Dauer der Stärkere, Europa oder die USA? Es gibt zwar Erholungsanzeichen auf beiden Seiten, aber auch immer noch Zweifel an der Nachhaltigkeit.“ Diese Zweifel sahen Händler nach den Daten mit Blick auf die USA bestätigt.

Der Index des Verbrauchervertrauens der Universität Michigan für Februar war am Nachmittag mit 93,1 Punkten ausgewiesen worden nach 103,8 Stellen im Vormonat. Das Vertrauen der US-Verbraucher in die Wirtschaft wird an den Kapitalmärkten so aufmerksam verfolgt, weil sie als Indikator für die Konsumlust der US-Bürger angesehen werden. Der Privatverbrauch ist einer der wichtigsten Stützen der größten Volkswirtschaft der Welt. Nach Daten des Washingtoner Handelsministeriums weitete sich das Defizit im Außenhandel der USA im Dezember auf 42,48 Milliarden Dollar von 38,35 Milliarden Dollar im November aus. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Defizit von 40 Milliarden Dollar gerechnet.

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