Gewinnmitnahmen bremsen Höhenflug
Tokios Börse schließt leichter

Zum Wochenauftakt konnte die Aktienbörse in Tokio noch ein Elf-Monatshoch markieren. Doch am Dienstag ging es wieder abwärts. Gewinnmitnahmen haben die asiatischen Aktienmärkte insgesamt belastet und auch den jüngsten Aufwärtstrend des japanischen Nikkei-Index' vorerst beendet.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,32 % auf 11 886 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,37 % nach auf 1195 Zähler. Der Nikkei hatte in den vergangenen acht Sitzungen um 3,7 % zugelegt und am Montag auf dem höchsten Stand seit Ende April geschlossen. Grund für die steigenden Kurse waren nach Einschätzung von Marktteilnehmern die positive der Entwicklung der japanischen Konjunktur. Auch die Aktienmärkte Taiwan und Singapur und Südkorea verzeichneten Verluste. Die Börse in Hongkong tendierte im Plus.

Anleger trennten sich besonders von Minen-Papieren und Ölwerten. „Stahl und andere Aktien sind eindeutig überspannt und sie brauchen eine Korrektur“, sagte Takahiko Murai von Nozomi Securities. „Außerdem braucht der Nikkei, um über 12 000 Punkte zu klettern, neues, in den Technologie-Sektor fließendes Geld. Schaut man sich die Nachrichten von Texas-Instruments an, scheint das jetzt unwahrscheinlich“, fügte er hinzu.

Eine nach US-Börsenschluss veröffentlichte gedämpfte Prognose des weltgrößten Herstellers von Handy-Chips, Texas Instruments, könnte die US-Technologiebörse Nasdaq belasten, fürchteten Händler. Unter anderem wegen schwächerer Nachfrage nach seinen TV- und Projektoren-Chips rechnet das US-Unternehmen nun mit einem Umsatz und Gewinn im unteren Bereich seiner ursprünglichen Erwartungen. Der Kurs der Aktie hatte daraufhin nachbörslich um mehr als drei Prozent nachgegeben.

Der Euro wurde in Tokio etwas fester gehandelt. Die Gemeinschaftswährung stieg auf Kurse um 1,3225 Dollar nach gut 1,3210 Dollar im späten US-Geschäft. Zum Yen tendierte der Dollar nahezu unverändert bei knapp 105,00 Yen. Händler warteten angesichts mangelnder Konjunkturdaten aus den USA mit Spannung auf die für Freitag angekündigten Handelsdaten. Bis dahin rechneten sie damit, dass der Dollar unter Druck bleiben wird.

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