Gewinnmitnahmen und hoher Ölpreis belasten
Schwacher Texas-Instruments-Ausblick belastet die Wall Street

Nach einem schwachen Ausblick des größten Handy-Chip-Herstellers Texas Instruments (TI) haben die US-Börsen im Minus geschlossen. Auf den Kursen an der Wall Street lastete laut Händlern zudem, dass der Ölpreis seinen Höhenflug fortsetzte.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab um 0,22 Prozent auf rund 10 912 Punkte nach, nachdem er zwischen 10.900 und 10.952 Punkten geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P-500- Index fiel um 0,48 Prozent auf etwa 1219 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte gar 0,8 Prozent auf rund 2073 Zähler ein. Am Vortag hatte der Index auf dem höchsten Stand seit sieben Wochen geschlossen. "Heute dreht sich alles um Texas Instruments und Technologiewerte", beschrieb Jim Fehrenbach von Piper Jaffray das Marktgeschehen. Mit Ausnahme der Technologiewerte sei kaum Bewegung im Markt gewesen.

TI hatte am Vorabend seine Prognose für das erste Quartal eingeengt. Der Konzern erklärte, er rechne nun mit Umsatz und Gewinn im unteren Bereich der ursprünglichen genannten Prognosespanne. Die Aktien des Unternehmens schlossen mit 26,34 Dollar um 3,76 Prozent niedriger.

McDonalds verbucht Umsatzrückgang in Europa

Auch die Papiere der US-Restaurantkette McDonald's gehörten zu den Kursverlierern: Sie büßten 2,13 Prozent auf 33,48 Dollar ein. Der Konzern hatte den Investoren zuvor die Kauflaune mit der Nachricht verdorben, dass die Umsätze in dem für das Unternehmen zweitwichtigsten Markt Europa um 3,4 Prozent zurückgegangen waren.

Auch die Aktien des US-Pharma-Riesen Pfizer folgten dem negativen Börsentrend und gaben um 1,55 Prozent auf 26,76 Dollar nach. Negativ auf den Kursverlauf wirkte sich nach Ansicht von Analysten neue Studienergebnisse zu dem Pfizer-Cholesterinsenkers Lipitor aus. Demnach haben mit hohen Dosen des Medikaments behandelte Herzpatienten zwar ein geringeres Risiko, Herz- oder Schlaganfälle zu erleiden. Allerdings nimmt dann nach der Studie das Risiko zu, aus anderen Gründen zu sterben.

Der Ölpreis setzte auch am Dienstag seinen Höhenflug fort. Damit einher geht bei den Investoren die Sorge, dass hohe Energiekosten die Gewinne der Konzerne schmälern und die Konsumlaune der Amerikaner dämpfen. Ein Barrel (knapp 159 Liter) leichten US-Öls verteuerte sich auf zuletzt 54,54 Dollar. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,522 Milliarden Aktien den Besitzer. 1163 Werte legten zu, 2124 gaben nach und 177 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,69 Milliarden Aktien 1080 Werte im Plus, 2031 im Minus und 140 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 18/32 auf 96-29/32 Punkte nach. Sie rentierten mit 4,385 Prozent. Die 30-jährigen Bonds büßten 1-02/32 auf 110-01/32 Zähler ein. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,701 Prozent.

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