Giftfund sorgt für Nervosität: Wall Street schließt knapp im Plus

Giftfund sorgt für Nervosität
Wall Street schließt knapp im Plus

Neue Anschlagsängste nach einem Giftfund im US-Senat haben am Dienstag zu einem nervösen Handel an den US-Aktienmärkten geführt. Die Wall Street beendete den Handel knapp im Plus. Während eine Reihe starker Quartalszahlen wie denen des Mischkonzerns Tyco International positiv wirkten, gerieten Autowerte wie GM und Ford nach Vorlage schwacher US-Absatzzahlen unter Druck.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss 0,06 Prozent im Plus auf rund 10 505 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,07 Prozent auf gut 1 136 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,15 Prozent auf 2 066 Zähler zu.

„Der Ricin-Fund hat ein wenig für Nervosität gesorgt und die Anleger verunsichert“, sagte Frederic Dickson, Marktstratege bei D.A. Davidson & co. Plötzlich seien die Gefahren des von den USA ausgerufenen Kampfes gegen den Terrorismus wieder ins Gedächtnis gerufen worden. Im Postraum des Senats in Washington war am Vortag ein weißes Pulver entdeckt worden, das sich in mehreren Tests als das tödliche Gift Ricin herausstellte.

Regierungskreise gingen von einer Straftat aus, die aber nicht die Handschrift internationaler Terroristen trage. Der Fund weckte Erinnerungen an die Milzbrand-Anschlagsserie vor mehr als zwei Jahren, bei der fünf Menschen ums Leben kamen. Auch der Dollar wurde von den neu aufkommenden Anschlagsängsten gedrückt.

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