GM-Zahlen und Klagen gegen Versicherer belasten
Dow Jones auf niedrigstem Niveau seit Monaten

Gleich mehrere Faktoren haben die Wall Street am Donnerstag belastet. Ein enttäuschender Quartalsbericht des weltgrößten Autokonzerns General Motors, Anklagen wegen Wettbewerbsverstößen gegen führende US-Versicherer und negative Konjunkturdaten drückten den Dow Jones auf das niedrigste Niveau seit zwei Monaten. Ein Anstieg der Ölpreise auf neue Rekord-Hochs verdarb Händlern zufolge den Investoren zusätzlich die Stimmung.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 1,08 % niedriger mit rund 9894 Punkten aus dem Markt. Im Geschäftsverlauf war er zwischen einem Hoch von 10 003 und einem Tief von 9875 Zählern gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,93 % auf etwa 1103 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,91 % auf rund 1903 Punkte.

„GM hat den Ton angegeben. Zusammen mit der Handelsbilanz und den höheren Anträgen auf Arbeitslosenhilfe waren das genügend schlechte Nachrichten, um den Verkaufsdruck aufrecht zu halten,“ sagte John Caldwell von der McDonald Financial Group. „Der Markt reagiert heute auf die Unternehmensgeschichten“, sagte Barry Hyman von Ehrenkrantz, King, Nussbaum. Jay Finkel von Lord Abbett fügte hinzu: „Offenbar gibt der Markt automatisch in Reaktion auf das nach, was am Ölmarkt vorgeht.“ Ein weiterer Rückgang der US-Heizölvorräte in der vergangenen Woche hatte die Befürchtungen im Ölhandel genährt, im Winterhalbjahr könnte es zu Versorgungsengpässen beim weltgrößten Energieverbraucher USA und in anderen Industrienationen kommen. Die Preise zogen daraufhin in den USA und in Europa zeitweise um mehr als einen Dollar an.

Für Enttäuschung sorgten Händlern zufolge die GM-Quartalsergebnisse, die am unteren Ende der Prognosespanne ausgefallen waren. Zudem hatte der Autokonzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr reduziert. Die Anleger straften GM mit einem kräftigen Minus von knapp sechs Prozent auf 38,84 Dollar ab. Zusätzlich litt der Dow unter massiven Verlusten führender Versicherer. So verloren AIG-Aktien knapp 10,5 % auf 60,00 Dollar und die Titel weltgrößten Versicherungsmaklers Marsh & McLennan knapp 24,5 % auf 34,85 Dollar, nachdem der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer eine Anklage gegen den Makler und einige der führenden Versicherer in den USA wegen Marktmanipulation angekündigt hatte.

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