Gold teurer
Börsen in Fernost legen weiter zu

Die Börsen in Fernost haben am Dienstag von starken Unternehmenszahlen sowie günstigen Konjunkturaussichten profitiert und weiter zugelegt.

HB SINGAPUR. Derweil griffen die Investoren an den Finanzmärkten angesichts der gespannten Lage im Nahen Osten und der hohen Ölpreise bei als sicher geltenden Anlagen zu: Der Goldpreis kletterte auf seinen höchsten Stand seit 25 Jahren, während ein Barrel (knapp 159 Liter) Rohöl vor einem Opec-Treffen in Wien mehr als 68 Dollar kostete.

Im Devisenhandel blieben die Kursabweichungen vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Abend gering.

Der 225 Werte umfassende Nikkei Index legte in Tokio 0,6 Prozent auf 16.649 Punkte zu. Damit stieg das Börsenbarometer den sechsten Handelstag in Folge. Der breiter gefasste Topix gewann 0,4 Prozent auf 1710 Punkte.

Die Börse in Südkorea kletterte um 1,1 Prozent.

Die US-Börsen hatten am Vorabend uneinheitlich geschlossen. Der Dow Jones verließ den Handel 0,1 Prozent niedriger mit rund 10.899 Zählern. Der S&P-500 legte dagegen 0,1 Prozent auf 1285 Punkte zu. Die Nasdaq gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf rund 2306 Zähler.

Im Handelsverlauf erreichte Gold mit 570,40 Dollar pro Feinunze seinen höchsten Preis seit einem Vierteljahrhundert. Im europäischen Handel am Montag hatte Platin ein Rekordhoch markiert. Händlern zufolge haben der Sieg der radikal-islamischen Hamas bei der palästinensischen Parlamentswahl, die hohen Ölpreise sowie Ungewissheit über die Kursentwicklung an den Devisenmärkten bei den Investoren das Bedürfnis nach sichereren Anlageformen geweckt. „Gold ist immer noch eine sichere Anlage. Und das zeigt sich jetzt“, sagte ein Marktteilnehmer.

Der Preis für ein Barrel US-Öl verharrte deutlich über 68 Dollar. Vom Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) in Wien wurde mehrheitlich keine Änderung der Fördermengen erwartet. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand Händlern zufolge der Atomkonflikt des Westens mit dem weltweit viertgrößten Ölerzeuger Iran. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA berät am Dienstag über den Konflikt.

Zuletzt zeichnete sich ab, dass die IAEA den Streit an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) überweisen wird.

Am Tag der Zinsentscheidung der Fed notierte der Dollar kaum verändert. Eine weitere Erhöhung des US-Leitzinses um 25 Basispunkte auf dann 4,5 Prozent galt am Markt als nahezu sicher. Dennoch sagte Tikuko Takeda von der UFJ: „Es gibt großes Interesse an dem Treffen.“ Gespannt warteten Marktteilnehmer auf Hinweise auf künftige Fed-Zinsbeschlüsse. Ein Euro kostete in Fernost mit 1,2095 Dollar geringfügig mehr als am Vorabend.

Die US-Währung notierte mit 117,62 Yen praktisch unverändert. Zur Schweizer Währung wurde der Euro bei 1,5541 Franken nach 1,5552 Franken am Montagabend gehandelt, der Dollar notierte mit 1,2851 nach 1,2868 Franken.

Am Aktienmarkt gehörten die Aktien des Elektronikspezialisten Kyocera, der zuvor einen 76-prozentigen Gewinnanstieg im Quartal berichtet hatte, zu den Gewinnern. Der Kurs kletterte um 9,5 Prozent auf 10.450 Yen. Im Stahlsektor profitierten die Aktien weiterhin vom milliardenschweren feindlichen Übernahmeangebot des Branchenprimus Mittal für die Nummer zwei der Branche, Arcelor. In Seoul legten die Titel von POSCO 3,3 Prozent auf 220.500 Won zu. An der Tokioter Börse verteuerten sich die Anteilsscheine von Nippon Steel um 0,7 Prozent auf 434 Yen. Das Unternehmen legte nach Börsenschluss Geschäftszahlen vor.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%