Goldpreis sinkt leicht
Tokioter Börse setzt Höhenflug fort

Die Börse in Tokio hat ihren Höhenflug am Montag dank der geringer als befürchteten Schäden durch Hurrikan „Rita“ fortgesetzt. Nach einem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende stieg der Nikkei-Index für 225 führende Werte auf ein neues Vier-Jahres-Hoch und notierte zum Handelsschluss ein Plus von 233,27 Punkten oder 1,77 % bei 13 392,63 Punkten. Der breit gefasste Topix legte um 30,27 Punkte oder 2,23 % auf 1386,49 Punkte zu.

HB TOKIO. Vor dem Handelsauftakt hatte die Regierung mitgeteilt, dass sich die Stimmung in den Managementetagen japanischer Unternehmen zwischen Juli und September deutlich verbessert hat. Zudem zeigte sich der Markt laut Händlern erleichtert über ein Sinken des Ölpreises. Der Euro sank zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Am Freitag waren Japans Finanzmärkte wegen eines Feiertages geschlossen.

Obwohl sämtliche US-Erdölraffinerien und 80 % der Gasproduktion im Golf von Mexiko am Sonntag noch geschlossen waren, rechneten die Behörden mit geringeren Schäden durch den Hurrikan als zunächst befürchtet. Dies führte auch zu einer Entspannung am Ölmarkt. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl sank zwischenzeitlich um 78 Cent auf 63,41 Dollar - vor rund vier Wochen war er nach Hurrikan „Katrina“ auf über 70 Dollar gestiegen.

Analysten zufolge hielt die positive Stimmung unter Investoren an. Es habe sich der Eindruck gefestigt, dass der Konsum und das Investitionsniveau im Tandem arbeiteten, sagte Analyst Hideyuki Suzuki von SBI Securities. Dies wirke sich positiv auf die Kursentwicklung aus. Zu den Gewinnern zählten die Titel des Telekom-Riesen NTT. Sie legten um knapp acht Prozent zu und reagierten damit auf einen Zeitungsbericht, wonach das Unternehmen eine Umstrukturierung plant. Sony-Aktien brachen hingegen um mehr als drei Prozent ein. Händler zeigten sich beunruhigt über den Geschäftsverlauf des Elektronikkonzerns. Sony hatte in der vergangenen Woche einen operativen Verlust für das laufende Geschäftsjahr angekündigt, den ersten seit einem Jahrzehnt.

Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapurtendierten positiv. In New York hatte am Freitagabend die Wall Street uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel beinahe unverändert bei 10 419 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,06 % auf 1215 Zähler, der Technologie-Index Nasdaq-Composite um 0,29 % auf 2116 Punkte.

Der Euro wurde bei 1,2025 Dollar gehandelt nach 1,2035 Dollar im späten US-Handel am Freitag. Zeitweise sank die Gemeinschaftswährung auf rund 1,2020 Dollar. Die US-Wirtschaft dürfte Analysten zufolge unter „Rita“ weniger stark leiden als zunächst angenommen. Dies stütze die US-Währung. Zum Yen sank der Dollar auf 112,34 Yen nach 112,50 Yen. Der Preis für Gold sank auf 460,15 Dollar je Feinunze.

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