Goldpreis steigt kräftig an
Nikkei-Index markierte neues Jahreshoch

Die Märkte in Fernost haben am Dienstag ohne Vorgaben aus den USA zugelegt. Der Nikkei-Index erreichte zeitweise den höchsten Stand seit 14 Monaten bröckelte im Verlauf aber wieder ab. Händler verwiesen auf die zeitweise kräftig steigenden Renditen am japanischen Rentenmarkt.

Reuters SINGAPUR. Im Devisenhandel stand die Auslegung von Aussagen der japanischen und amerikanischen Finanzminister zur Währungspolitik im Mittelpunkt. Yen und Euro präsentierten sich aber nur wenig verändert gegenüber den Schlussständen von London. Die US-Finanzmärkte waren am Montag wegen des Labor-Days geschlossen. Der für 16.00 Uhr MESZ erwartete Index des US-Institut of Supply Management (ISM) für das Verarbeitende Gewerbe in den USA für August dürfte neue Hinweise auf die Entwicklung der US-Konjunktur geben.

Der Nikkei-Index beendete die Dienstagssitzung mit einem Plus von knapp 0,2 Prozent auf 10 690,08 Punkte. Zeitweise hatte Asiens wichtigster Index mit 10 748 Zählern ein Jahreshoch erreicht. Gewinnmitnahmen und Unsicherheit vor der Versteigerung japanischer Anleihen belasteten den Index aber zeitweise so sehr, dass er gut eine Stunde vor Handelsschluss um seinen Vortagesschluss pendelte. Die Auktion verlief gegen 6 00 Uhr MESZ insgesamt besser als erwartet, allerdings ohne zunächst nachhaltig den Anstieg der Renditen zu bremsen. Zeitweise hatten die Renditen zuvor ihren höchsten Stand seit Dezember 2000 erreicht.

Die Hoffnung auf eine rasche Erholung der Wirtschaft in den USA, Japan und Europa hat seit dem Sommer die Zinsen am Rentenmarkt wieder in die Höhe getrieben. „Unter den gegenwärtigen Bedingungen ist es für jeden hart, Anleihen zu kaufen“, erklärte Hiroyoshi Sandaya von Goldman Sachs. Hinzu komme, dass vor dem Ende des japanischen Finanz-Halbjahres viele Banken ihre Anleihe-Bestände verringerten.

Unsicherheit im Devisenhandel

Im Devisenhandel sorgten unterschiedliche Interpretationen von Aussagen von US-Finanzminister John Snow und seines japanischen Kollegen Masajuro Shiokawa für Unsicherheit. So wurde Snow in einem Zeitungsbericht mit der Aussage zitiert, er habe von Japan eine Begrenzung der Interventionen verlangt, mit denen die japanische Regierung den Höhenflug des Yen gegenüber dem Dollar zu bremsen versucht. Offiziell hieß es dagegen, über den Yen sei gar nicht gesprochen worden.

Mit 116,68/73 Yen stieg der Dollar in der Nacht gegenüber seinem Londoner Schluss von 116.50 Yen leicht an. Der Euro lag mit 1,0933/38 Dollar etwas niedriger als am Vortag, als die EZB ihn mit 1,0965 Dollar notierte, was auch dem späteren Londoner Schlusskurs entsprach.

Mit Spannung warteten die Märkte am Dienstag auf die Daten zur US-Konjunktur. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Anstieg des ISM-Index auf 53,8 von 51,8. Mit einem Stand über 50 würde der Index zum zweiten Mal hintereinander eine Expansion der Wirtschaft signalisieren.

Gold war im frühen europäischen Handel mit 378,80/379,30 Dollar je Feinunze so teuer wie seit Februar nicht mehr. Händler führten in London den Preisanstieg auf Käufe im Fernen Osten zurück.

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