Google weiter gefragt
Wall Street schließt fester

Der wieder gesunkene Ölpreis hat den Druck von den Aktienkursen genommen. Die US-Börsen gingen klar fester aus dem Handel ins Wochenende.

HB NEW YORK. Mit dem sinkenden Ölpreis ist Zuversicht in die amerikanischen Aktienmärkte zurückgekehrt. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte schloss 0,7% fester. Er stieg um 69 auf 10.110,14 Punkte. Der S&P-500-Index legte um 0,65% bzw 7 auf 1.098,35 Zähler zu. Der Nasdaq-Composite gewann 1,0% bzw 18 auf 1.838,01 Punkte.

Zunächst befand sich der Ölpreis weiter auf Rekordkurs und erreichte bei 49,40 Dollar ein neues Hoch. Später gab der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte Light Sweet an der New Yorker Warenterminbörse Nymex auf 47,86 Dollar nach, nachdem sich Berichten zufolge eine Lösung im Kampf um die irakische Pilgerstadt Nadschaf abzeichnete.

Am zweiten Handelstag legten die Aktien der Suchmaschine Google weiter zu. Der Kurs stieg zum Handelsschluss um 7,9% auf 108,31 Dollar. Ein Händler nannte als Grund für den Zuschlag, dass nun auch Ausländer bei Google einsteigen würden – an der Auktion der Papiere durften nur US-Amerikaner teilnehmen.

Gap stiegen um 2,3% auf 20,62 Dollar. Der Einzelhändler hatte mit seinen Quartalszahlen die Prognosen erfüllt, doch zwei Wochen zuvor waren die Prognosen zurückgenommen worden. Nordstrom verloren dagegen 9,2% auf 36,82 Dollar. Zwar lagen die Zahlen für das 2. Quartal etwas über den Erwartungen, doch der Ausblick für das Gesamtjahr wurde als eher enttäuschend betrachtet.

Novell kamen ebenfalls unter Druck und fielen um 2,0% auf 6,26 Dollar, nachdem die Quartalsergebnisse die Prognosen der Marktteilnehmer nicht erfüllt haben. Das Unternehmen berichtete für das 3. Quartal einen Gewinn je Aktie von 0,06 Dollar nach einem Verlust von 0,03 Dollar im Vorjahreszeitraum.

Gefragt waren im Dow Jones die Papiere von Alcoa mit einem Plus von 2,2% auf 32,26 Dollar. Auch McDonald's und JP Morgan gewannen mehr als 1,5%. Klarer Tagessieger war hingegen Hewlett-Packard: Die Papiere des Drucker- und Computerherstellers setzten den Aufwärtstrend vom Vortag mit einem Aufschlag von 2,3% auf 18,11 Dollar fort.

Unter Druck gerieten derweil General Motors. Einem «Wall Street Journal»-Bericht zufolge wollen einige Händler ihre Bestellungen für 2005 kürzen. Damit müsse GM in diesem Quartal die Produktion in Nordamerika um fünf Prozent reduzieren, hieß es. Die Aktien von GM verloren 0,5% und schlossen bei 41,33 Dollar. Intel verloren gar 1,8% auf 21,62 Dollar.

Ferner bewegte eine Übernahme im Immobiliensektor die Märkte: Das Immobilienunternehmen General Growth Properties kauft den Betreiber von Einkaufszentren Rouse für rund 12,6 Milliarden Dollar. Dieser Preis beinhaltet eine 33-prozentige Prämie, wie General Growth am Freitag mitteilte. Rouse-Aktien sprangen um fast 32% auf 66,65 Dollar nach oben, während General Growth um 4,9% auf 30,00 Dollar nachgaben.

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