Greenspan stützt kaum: Dax schließt unter 4 400 Punkten

Greenspan stützt kaum
Dax schließt unter 4 400 Punkten

Die deutschen Aktien haben am Mittwoch ihre Vortagesgewinne wieder abgegeben. Ein iranischer Fernsehbericht über eine Explosion nach einem mutmaßlichen Raketenbeschuss löste zwischenzeitlich hektische Verkäufe aus. Nachdem klar wurde, dass es sich nicht um einen Angriff handelte, holten die Aktien leicht auf.

HB FRANKFURT. Insgesamt verharrten die Standardwerte aber im Minus. Der Deutsche Aktienindex (Dax) fiel um knapp 0,8 Prozent auf 4368,77 Punkte. Die Neben- und Technologiewerte behaupteten ihre Vortagesgewinne und schlossen kaum verändert. Aussagen von US-Notenbankchef Alan Greenspan, wonach sich die US-Wirtschaft auf gutem Wege befindet, stützten die Kurse nur geringfügig. Zuvor waren die Statistiken zur US-Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung enttäuschend ausgefallen.

„Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse im Libanon ist die Lage im Nahen Osten sehr kritisch“, spielte BW-Bank-Händler Raed Mustafa auf die Ermordung des früheren libanesischen Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri an, die die USA zum Anlass genommen haben, ihren Druck auf Syrien zu erhöhen, seine Truppen aus dem Nachbarland abzuziehen. Der Iran steht wegen seines Atomprogramms schon länger unter Druck. „Wenn das ein Angriff auf den Iran gewesen wäre, hätten wir Panikverkäufe gesehen“, sagte ein Händler bei einer Großbank in Frankfurt. Ein iranischer Fernsehsender hatte zunächst berichtet, ein unbekanntes Flugzeug habe möglicherweise in der südlichen Provinz Buschehr, wo der einzige Atomreaktor des Landes angesiedelt ist, eine Rakete abgefeuert. Später wurde der Bericht von verschiedenen Seiten dementiert, so dass sich die Finanzmärkte weltweit wieder beruhigten.

Unterdessen zeichnete Greenspan bei der halbjährlichen Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats ein positives Bild der US-Konjunktur. Die Realzinsen seien trotz der jüngsten Zinserhöhungen „recht niedrig“, sagte Greenspan. Nach Einschätzung von Händlern deutete er damit weitere Zinserhöhungen an.

Händler sagten, die Investoren hätten vor allem bei einigen der Vortagesfavoriten wie den Banken- oder auch den Versorgertiteln Kasse gemacht. Dies traf die Aktien der Commerzbank besonders, die ihre Vortagesgewinne nach der guten Aufnahme ihrer Bilanz abgaben und fast zwei Prozent auf 16,80 Euro nachgaben.

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