Greenspan und BIP im Blick
US-Börsen in Wartestellung

Die amerikanischen Aktienbörsen haben trotz des Ölpreisrückgangs am Donnerstag leichte Verluste verbucht. Der negativer Ausblick eines Analysten für die US-Halbleiterbranche hat die US-Technologiepapiere belastet. Zudem warten die Anleger nach Händlerangaben auf neue Impulse durch die Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) und eine Rede von US-Notenbankchef Alan Greenspan am Freitag.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index verließ den Handel 0,08 % niedriger mit rund 10 173 Punkten. Im Tagesverlauf hatte sich der Leitindex zwischen einem Tief von 10 155 und einem Hoch von 10 193 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P 500legte 0,01 % auf etwa 1105 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,42 % auf rund 1852 Punkte nach.

„Ich habe das Gefühl, dass die Anleger auf die Rede Greenspans (am Freitag) warten. Außerdem haben wir BIP-Zahlen, die uns etwas über die Wirtschaft sagen können“, sagte Evan Olson von Stephens Inc. Die US-Regierung will am Freitag ihre zweite Schätzung zum Wachstum im zweiten Quartal veröffentlichen. Befragte Analysten rechnen Schnitt mit einer auf Jahr hochgerechneten Rate von 2,8 %. Ende Juli hatte die Regierung ein Wachstum von drei Prozent nach einer Expansion der weltgrößten Volkswirtschaft im ersten Jahresviertel um 4,5 % geschätzt. Händlern zufolge erwarten die Investoren zudem Hinweise auf die Politik der US-Notenbank (Fed), die Konjunktur und die Zinsen, wenn Greenspan beim wirtschaftspolitischen Symposium der Fed von Kansas City spricht.

Die Entwicklung der Ölpreise behielten die Anleger nach Angaben von Händlern weiterhin im Blick. Hoffnungen auf Frieden im Irak ließen die Preise am nunmehr fünften Geschäftstag in Folge fallen. Zuvor hatte der radikale Schiitenprediger Moktada el Sadr einem Friedensplan zur Beendigung der seit Wochen andauernden Kämpfe in der irakischen Stadt Nadschaf zugestimmt. Noch in der vergangenen Woche hatten Sorgen der Investoren den Markt belastet, die hohen Ölpreise könnten wegen steigender Kosten für die Firmen und sinkender Nachfrage nach deren Erzeugnissen die Gewinne der Unternehmen schmälern.

„Aus wirtschaftlicher Sicht ist der Ölpreis wichtig, aber derzeit ist er eine emotionale Angelegenheit, die schwer direkt in Verbindung zu dem zu setzen ist, was der Markt macht,“ sagte David Legeay von der McDonald Financial Group. Für ein Barrel (knapp 159 Liter) der marktführenden Nordsee-Ölsorte Brent zur Lieferung im Oktober wurden in London zuletzt mit 40,38 Dollar 35 Cent weniger als am Vortag bezahlt. Der Preis für leichtes US-Öl fiel um 37 Cent auf 43,10 Dollar.

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