Griechenland-Ultimatum
Athener Börse leidet

Das Ultimatum steht. Bis Freitag muss Griechenland der Verlängerung des Hilfsprogramms zustimmen. Die Athener Börse leidet schon jetzt unter den Verhandlungen, wie wird es dann beim Grexit sein?
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FrankfurtDie gescheiterten Verhandlungen zur Lösung der griechischen Schuldenkrise haben am Dienstag die Furcht vor einer Pleite des Mittelmeer-Anrainers geschürt. Die Athener Aktienbörse rutschte daraufhin um bis zu 4,7 Prozent ab. Der griechische Bankenindex brach zeitweise sogar um knapp zehn Prozent ein.

Griechische Staatsanleihen warfen Investoren ebenfalls aus ihren Depots. Dies trieb die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Titel um fast einen vollen Prozentpunkt in die Höhe auf 10,874 Prozent. Die Renditen der dreijährigen Titel schnellte zeitweise sogar um etwa vier Punkte in die Höhe auf 21,228 Prozent. Vor diesem Hintergrund rentierten die zehnjährigen Bonds aus Spanien und Italien jeweils 0,07 Prozentpunkte höher bei 1,65 beziehungsweise 1,71 Prozent.

„Bis zum Ablauf des Ultimatums am Freitag wird Risikoaversion die Stimmung prägen“, sagte Commerzbank-Zinsstratege Rainer Guntermann. Die Euro-Gruppe drängt auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms für Griechenland und hat der Regierung eine Frist bis Freitag gesetzt.

Kommt es bis dahin nicht zu einer Einigung, droht Griechenland die Staatspleite. Jan von Gerich, Chef-Anleiheanalyst der Nordea Bank, warnte: „Es steht viel auf dem Spiel.“ Ohne Einigung müsse mit einem Run auf die griechischen Banken und dem Grexit gerechnet werden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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