Griechenland und die Märkte
„Champagnerflaschen sollten vorerst im Kühlschrank bleiben“

Die zähen Verhandlungen mit Griechenland haben ein Ende und Investoren jubeln. Raus aus sicheren Häfen, rein ins Risiko lautet die Devise. Gebannt ist die Gefahr aber nicht, Experten warnen vor zu großem Optimismus.
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DüsseldorfIn einer rund 17-stündigen Marathon-Sitzung haben sich die Staats- und Regierungschefs der 19 Euro-Länder auf die Bedingungen für weitere Griechenland-Hilfen geeinigt. An den Märkten hat das ein kleines Kursfeuerwerk ausgelöst. Der deutsche Aktienmarkt schnellte am Vormittag in die Höhe. Der Dax baute seine jüngsten Gewinne aus und stieg um mehr als 1,5 Prozent auf fast 11.500 Punkte.

Europäische Standardwerte legten noch stärker zu, der Euro Stoxx 50 sprang um mehr als 1,7 Prozent nach oben. Noch gibt es viele Fragezeichen, Details müssen noch verhandelt werden, aber so viel steht fest: Der europäische Rettungsfonds ESM soll dem Mittelmeer-Anrainer unter die Arme greifen. Binnen drei Jahren sollen weitere 82 bis 86 Milliarden Euro nach Athen fließen.

Mit der Einigung ist aber nur ein Etappenziel auf dem Weg zur Rettung Griechenlands erzielt. Denn nun muss das griechische Parlament erste Reformgesetze verabschieden. Experten rechnen damit, dass Tsipras trotz erheblicher Widerstände eine breite Mehrheit im Parlament erreicht. „Eine Ablehnung wäre wie russisches Roulette mit einer Kugel in jeder Kammer“, sagt Christian Lips, Analyst bei der NordLB.

„Die Champagnerflaschen sollten vorerst im Kühlschrank bleiben“, meint auch Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. Noch müsse das neue Hilfspaket schließlich erst  durch einige nationale Parlamente. Während Bundeskanzlerin Angela Merkel das Paket durch den Deutschen Bundestag bringen dürfte, stehen in der Slowakei, in Estland und Finnland schwierige Abstimmungen an.

Doch die größte Hürde steht unmittelbar bevor: Als erster Schritt muss Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras Nägel mit Köpfen machen und wesentliche Punkte des Paketes bis Mittwoch durch das griechische Parlament bringen. Nachfolgend muss Athen das Gesamtpaket verabschieden. „Der Nervenkrimi geht in den nächsten Tagen also weiter“, sagt Gitzel.

Deshalb glaubt auch Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte Hypo-Vereinsbank onemarkets, nicht, dass die Einigung zu einer nachhaltigen Beruhigung an den Börsen führen wird. „Groß durchatmen können Anleger ohnehin nicht“, sagt er. Mit seiner Einschätzung ist er nicht allein. „Dieser Gipfel hat den Grexit jetzt verhindert“, sagte Jürgen Michels, Chef-Volkswirt der BayernLB.

„Aber es wird unglaublich schwer sein, die genannten Sofortmaßnahmen wie auch die folgenden Reformen in Griechenland durchzusetzen. Die Folgerung daraus lautet: Grexit nicht heute, aber später.“ Die Erleichterung an den Märkten könnten also ziemlich schnell neuer Angst weichen.

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  • Natürlich ist die Gefahr nicht gebannt...aber wer unter 11000 gekauft hat liegt schon wieder über 400 Punkte voren....Gewinnstop gesetzt....Risiko daher nur...verdiene ich NUR meinen Gewinnstop oder noch mehr....

  • Wohl dem der unter 10.900 gekauft hat....wie ich...es ist so einfach wenn man das System verstanden hat...mit knappen Calls Renditen von über 200% in wenigen Minuten...aber was macht der Kleinanleger...der zaudert oder kauft Puts

  • Wohl wahr!

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