Günstiges Öl und starker Dollar stützen Fernost-Märkte: Nikkei schließt fast unverändert

Günstiges Öl und starker Dollar stützen Fernost-Märkte
Nikkei schließt fast unverändert

Ölpreise auf einem Vier-Wochen-Tief und eine US-Währung nahe eines Drei-Monats-Hoch zum Euro haben am Dienstag in Fernost vor allem die Exportwerte gestützt.

HB TOKIO. Für einen Euro wurden 1,2759 Dollar bezahlt. Einen Tag nach seinem höchsten Schlussstand seit einem Monat beendete der 225 Werte umfassende Nikkei-Index den Handel kaum verändert bei minus 0,08 Prozent und 11.490 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index lag 0,09 Prozent im Plus bei 1155 Zählern. „Angesichts des starken Anstiegs gestern hält sich der Markt sehr gut“, sagte Masaharu Sakudo von Tachibana Securities. „Ich sehe auch eine Veränderung in der Laufrichtung, die Käufer kehren jetzt zu den Tech-Werten zurück, von den einheimischen Werten. Sie denken, dass die schlimmste Zeit bei den Tech-Werten vorbei ist, nachdem diese in der vergangenen Woche schwache Ergebnisse vorgelegt haben.“

Die Titel des Kamera- und Kopierer-Herstellers Canon kletterten um fast 0,6 Prozent, während die Aktien von Tokyo Electron, dem weltweit zweitgrößten Halbleiterausrüster, zeitweise um 0,7 Prozent zulegten. Der Hongkonger Hang-Seng-Index lag um knapp 0,4 Prozent im Plus. Zugewinne bei Werten aus dem Bankensektor verhalfen der Börse in Singapur zu einem Aufschlag von mehr als ein Prozent. Der MSCI-Index für die asiatisch-pazifischen Börsen außerhalb Japans gab dagegen um knapp 0,4 Prozent nach, nachdem er am Vortag auf einem Sieben-Jahres-Hoch geschlossen hatte.

US-Leichtöl zur Lieferung im März verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 45,16 Dollar je Barrel und lag damit leicht über seinem tiefsten Stand seit vier Wochen von 45,10 Dollar je Barrel vom Vortag. Die Organisation der Erdöl produzierenden Staaten (Opec) hatte zuvor signalisiert, mit einer Kürzung der Fördermengen weiter abwarten zu wollen. Der Dollar hielt seine Zugewinne und trieb den Goldpreis abwärts auf 412,50 Dollar je Unze, den niedrigsten Stand seit fast vier Monaten. Die US-Währung hatte sich nach der Bekanntgabe von Kürzungen der US-Regierung zur Reduzierung des belastenden Haushaltsdefizits sowie optimistischen Äußerungen von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan dazu erholt. „Der Dollar wird noch immer von Greenspans Äußerungen gestützt“, sagte Toshiaki Kimura von Mitsubishi Trust and Banking. „Dies und das US-Versprechen einer strafferen Haushaltspolitik verbessert die Perspektiven des Dollars.“ Zum Yen stand der Dollar bei 104,95 Yen nach seinem Monatshoch von 105,06 Yen vom Vortag.

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