Gute US-Vorgaben
Kursgewinne an Asiens Börsen

Im Sog freundlicher US-Börsen haben die asiatischen Börsen in Tokio sehr fest geschlossen. Wie bereits am Vorabend in New York profitierten damit auch die Aktienbörsen in Fernost von den überraschend positiven Daten zum Vertrauen der Verbraucher in den USA in die Wirtschaft ihres Landes.

HB SINGAPUR. Auch viele Exportwerte in Asien profitieren von regen Käufen der US-Konsumenten sowie von einem starken Dollar, der ihre Erlöse in der US-Währung höher ausfallen lässt. Die Verbraucherdaten schwächten die Besorgnis am Markt, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen angesichts der jüngsten Abschwächung der Konjunktur schon bald wieder senken könnte.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,51 Prozent im Plus bei 15 947 Zählern. Es war der größte Tagesgewinn beim Nikkei seit zwei Monaten. Der breiter gefasste Topix-Index legte bis Handelsschluss 2,69 Prozent auf 1591 Zähler zu. In New York war am Vorabend der Standardwerte-Index Dow-Jones mit seinem zweithöchsten jemals verzeichneten Schlussstand aus dem Handel gegangen: er schloss mit einem Plus von 0,81 Prozent bei 11 669 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,75 Prozent zu auf 1336 Punkte. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 0,55 Prozent auf 2261 Punkte.

In Tokio legten vor allem Exporttitel wie Honda Motor. Das Unternehmen erwirtschaftet mehr als 80 Prozent des Umsatzes außerhalb Japans. Die Papiere des Autoherstellers legten 1,84 Prozent zu. Ebenfalls deutlich im Plus notierten die Aktien von Canon, die gut drei Prozent zulegten.

Weitere Tagesfavoriten seien Bankenwerte und binnenachfragesensitive Aktien gewesen, daneben Versicherungstitel und Brokeraktien, hieß es. Mit dem etwas erholten Ölpreis legten auch die Ölwerte zu. Der Bankensektor sei gestützt worden von Berichten, wonach Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG) Gelder im Volumen von 695 Mrd. Yen an öffentliche Fonds bereits ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant zurückzahlen wird. Mit Mitsubishi UFJ und Mizuho Financial hätten dies zuvor bereits zwei andere Banken ebenfalls getan, hieß es. Bei SMFG hieß es dazu, es sei noch nichts entschieden. Zudem sei der Bankensektor zuletzt hinter dem Markt zurückgeblieben, fanden Teilnehmer einen weiteren Grund für die Aufschläge. SMFG gewannen 4,3 Prozent auf 1,2 Mill. Yen, Mitsubishi UFJ 4,2 Prozent auf 1,49 Mill. Yen und Mizuho Financial Trust & Banking 3,6 Yen auf 896 000 Yen.

An den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapur legten die Indizes ebenfalls zu.

Der Euro lag mit 1,2680 Dollar quasi unverändert zu seinem Vortagesniveau im späten US-Handel. Zum Yen präsentierte sich der Dollar mit rund 117 Yen ebenfalls kaum verändert.

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