Gute Vorgaben aus USA
Züricher Börse schließt fester

Die Schweizer Aktien haben am Freitag deutlich fester geschlossen. Der Handel war durch insgesamt gute Vorlagen aus den USA begünstigt. Die US-Indizes hatten am Mittwoch nach Europaschluss noch kräftig zulegt und am Auffahrtsdonnerstag nur leicht konsolidiert.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Markt ist denn auch mit festeren Kursen in den Tag gestartet und baute das Plus vor allem gegen Handelsschluss noch aus. Die mit Abstand deutlichsten Avancen im SMI waren bei Julius Bär zu sehen. Die Aktien profitierten erneut von Übernahmephantasien.

In der Schweiz fehlte es jedoch an Unternehmensnachrichten und die Volumen waren entsprechend klein. Impulse verliehen der Eurex-Verfall und vor allem die US-Konjunkturdaten vom Nachmittag. In den USA hat sich das Konsumklima der Universität Michigan im Mai überraschend aufgehellt. Der Index für das Verbrauchervertrauen sei nach vorläufigen Zahlen von 87,1 Punkten im Vormonat auf 88,7 Punkte geklettert, hieß es.

Bis Börsenschluss steig der SMI um 0,72 Prozent respektive 67,16 Zähler auf 9 424,69 Punkten. Im Wochenvergleich ergibt sich ein Plus von 0,2 Prozent. Der breitere SPI schloss auf 7 657,77 Stellen, also ein Plus von 0,71 Prozent (+53,86 Punkte).

Im SMI schlossen Julius Bär (+5,7 Prozent auf 94 Schweizer Franken) klar fester. Die Titel wurden erst am Nachmittag erneut wegen Übernahmegerüchten in die Höhe getrieben. Spekuliert wird, dass die UBS (+2,5 Prozent auf 79 Franken) ihre Bär -Beteiligung von 20,7 Prozent verkaufen könnte. Als möglicher Käufer wurde auch die Deutsche Bank gehandelt. Die Bär -Titel haben in dieser Woche zwölf Prozent dazugewonnen.

Grössere Kursgewinne erzielten zudem Clariant (+2,0 Prozent auf 20,95 Franken), Givaudan (+2,0 Prozent auf 1 159 Franken) oder Nobel Biocare (+1,6 Prozent auf 431,50 Franken). Clariant verzeichneten zuletzt aufgrund von Übernahmegerüchten grosse Kursschwankungen und Nobel Biocare profitierten von einer Kurszielerhöhung durch Lehman Brothers.

ABB kletterten um 1,6 Prozent auf 25 Franken. Händler sahen ABB und auch Siemens als Übernahmeinteressenten für den französischen Elektrokonzern Legrand. außerdem erhielt ABB in Norwegen für die Unterstützung der Übertragungsnetze einen Auftrag über 35 Mill. Dollar.

Auch Lonza (+1,2 Prozent auf 120,10 Franken) legten zu: Der Hersteller von Feinchemikalien wird die US-Aktivitäten des Geschäftsbereichs mikrobielle Biopharmazeutika zusammenlegen, womit der angestrebte Turnaround des Geschäfts bereits ein Jahr früher erreicht werden soll.

Die Schwergewichte schlossen derweil uneinheitlich. Während die Pharmatitel von Novartis (+0,2 Prozent auf 69,85 Franken) und Roche (+0,3 Prozent auf 227,60 Franken) fester tendierten, verloren Nestle 0,1 Prozent auf 468,50 Franken.

Bei ZFS (-0,5 Prozent auf 383 Franken) kam es heute nach der guten Reaktion auf die Quartalszahlen am Mittwoch zu Gewinnmitnahmen. Synthes büßten 0,3 Prozent auf 156,30 Franken ein.

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