Händler: "Nun ist erst einmal Abwarten angesagt"
Dow Jones geht schwach aus dem Handel

Nach der jüngsten Kursrally an der Wall Street haben die Anleger am Mittwoch Gewinne mitgenommen. Besonders die Standardwerte verzeichneten Kursverluste, nachdem ein negativer Analystenkommentar zum Tabak-Riesen Altria den gesamten Sektor belastet hatte. Der Dow-Jones-Index schloss um 0,73 Prozent niedriger bei rund 9156 Zählern, der breiter gefasste S&P-Index verlor 0,56 Prozent auf rund 1002 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging kaum verändert bei gut 1747 Punkten aus dem Handel.

Reuters NEW YORK. Hoffnungen auf eine Erholung der US-Konjunktur und der Unternehmensgewinne hatten die Wall Street in den vergangenen vier Monaten beflügelt. Vor allem Technologiewerte hatten dabei kräftig zulegt. „Nun ist erst einmal Abwarten angesagt im Vorfeld wichtiger Unternehmenszahlen, die vor allem nächste Woche anstehen“, sagte Brian Williamson, Händler bei The Boston Co. Asset Management. In der Zwischenzeit komme es zu Gewinnmitnahmen. Als erstes großes Technologieunternehmen wollte das Internetunternehmen Yahoo nach Börsenschluss Geschäftszahlen vorlegen.

Aktien des Tabak-Sektors gehörten am Mittwoch zu den großen Verlierern. Altria-Aktien verloren knapp 6 Prozent auf 44 Dollar. Zuvor hatte die Investmentbank Morgan Stanley auf Gefahren hingewiesen, die die Geschäfte des Konzerns belasten könnten.

Microsoft-Titel verloren 0,8 Prozent auf 27,47 Dollar. Der Software-Gigant hatte am Vortag angekündigt, an seine Mitarbeiter künftig keine Aktienoptionen mehr, sondern direkt Aktien auszugeben. Diese müssen anders als Optionen als Kosten verbucht werden, was die Gewinne schmälert.

Gegen den Markttrend legten die Aktien des Netzwerkausrüsters Cisco knapp 0,4 Prozent auf 18,80 Dollar zu. Sie gehörten zu den am meisten gehandelten Titel an der Nasdaq. Der Cisco-Chef war zuvor in einer niederländischen Zeitung mit den Worten zitiert worden, er erwarte eine Erholung des Informationstechnologie-Marktes binnen Monaten. Konzernvertreter sprachen daraufhin von einer Fehlinterpretation. Der Cisco-Chef habe lediglich darauf hingewiesen, dass Unternehmen üblicherweise ihre Technologieinvestitionen hochfahren, zwei bis vier Monate nachdem ihre Geschäfte spürbar besser laufen.

Die Aktien des weltgrößten Aluminium-Herstellers Alcoa gaben 1,32 Prozent auf 25,47 Dollar nach. Das Unternehmen hatte am Vortag nach Börsenschluss einen Gewinnrückgang für das abgelaufene Quartal ausgewiesen, mit seinem Ergebnis aber die Analystenerwartungen übertroffen. Alcoa war damit der erste Dow-Wert, der Geschäftszahlen zum zweiten Quartal präsentierte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,57 Milliarden Aktien den Besitzer. 1488 Werte legten zu, 1745 gaben nach und 208 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,1 Milliarden Aktien 1807 im Plus, 1373 im Minus und 26 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 6/32 auf 99-13/32. Sie rentierten mit 3,695 Prozent.

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