Händler sind noch im Urlaub
US-Börsen nach impulslosem Handel uneinheitlich

Die US-Standardwerte haben am Montag nach Gewinnmitnahmen in einem impulslosen Handel schwächer geschlossen. Die Technologietitel konnten bis Handelsende ihre Verluste wettmachen und schlossen nahezu unverändert.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss zum Wochenbeginn 0,33 Prozent schwächer bei rund 9318 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss kaum verändert bei rund 1764 Zählern, nachdem er zuvor leicht verloren hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index beendete den Handel ebenfalls kaum verändert bei rund 994 Punkten.

„Es gibt keine Nachrichten und viele Leute nehmen nun Gewinne mit“, sagte Cary Nordan, Vize-Präsident von BB&T Asset Management. „Dies ist lediglich ein normales, schwächeres Marktumfeld nach einem kräftigen Kursplus. Es war klar, dass dies kommen wird und jeder wusste es“, fügte er hinzu. Auch andere Analysten rechneten nicht mit einem weiteren kräftigen Abrutschen des Marktes. Unterhalb der derzeitigen Kursstände gebe es eine technische Unterstützungslinie, sagten Händler. Die Daten zur Entwicklung des US-Absatzes von Eigenheimen hatten dem Markt keine Impulse liefern können

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Marktteilnehmer sagten, die Sitzung sei sehr ruhig verlaufen, da viele Händler noch im Urlaub seien. Die Ferienzeit in den USA erreicht Ende August ihren Höhepunkt, ehe sie traditionell nach dem ersten Montag im September, dem Labor-Day-Feiertag, zu Ende geht. „Am Markt ist man ausreichend zufrieden mit der Wirtschaft und den Unternehmensergebnissen, allerdings sorgt man sich über die Entwicklung der US-Staatsanleihen, welche belastend für die Wirtschaft sein könnte“, sagte Milton Ezrati, Chef-Volkswirt von Lord Abbett & Co. Anleger fürchten, dass die jüngst stark gestiegenen Renditen für US-Staatsanleihen den Aufschwung zunichte machen könnten.

Die am meisten gehandelten Titel an der Nasdaq waren die Aktien von Intel. Die Aktien schlossen 0,55 Prozent im Minus bei 27,24 Dollar, obwohl zwei Investmentbanken ihre Empfehlung für die Titel hochgestuft und auch ihre Gewinnschätzungen für 2004 für Intel erhöht hatten. Am Freitag hatte der weltgrößte Chiphersteller überraschend seine Umsatzerwartung für das laufende Quartal angehoben und damit eine Kursrally bei den Technologiewerten ausgelöst.

Die Titel des weltgrößten Einzelhandelskonzerns Wal-Mart kletterten um 1,2 Prozent auf 59,10 Dollar, nachdem das US-Unternehmen mitgeteilt hatte, im laufenden Monat könne das Umsatzwachstum so stark ausfallen wie seit einem Jahr nicht mehr. Als Grund nannte Wal-Mart das Geschäft zum Schulbeginn.

Die Aktien von Sprint PCS lagen bis Handelsende noch rund drei Prozent im Minus bei fünf Dollar, nachdem eine Investmentbank die Empfehlung für die Titel gesenkt hatte. Auch die Aktien von Alcoa gaben um mehr als ein Prozent nach auf 27,79 Dollar, nachdem die Titel von Prudential auf „Halten“ von „Kaufen“ herabgestuft worden waren.

In dieser Woche werden an der Wall Street erneut Konjunkturdaten im Mittelpunkt stehen, während die Bilanzsaison der Unternehmen allmählich zu Ende geht. Die Daten müssten aber deutlich besser ausfallen als erwartet, um die Investoren in der derzeitigen Konsolidierungsphase zu neuen Aktienkäufen zu bewegen, sagten Händler.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,96 Milliarden Aktien den Besitzer. 1326 Werte legten zu, 1910 gaben nach und 190 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,11 Milliarden Aktien 1348 im Plus, 1805 im Minus und 9 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 15/32 auf 97-23/32. Sie rentierten mit 4,536 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 24/32 auf 100-28/32 und hatten eine Rendite von 5,313 Prozent.

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