Handelsblatt Börsenspiel
Der Spitzenreiter zeigt überraschend Schwäche

An der Spitze des Börsenspiels sah alles nach einem Zweikampf aus. Doch kurz vor Schluss wendet sich das Bild. Einer der Top-Spieler fiel weit zurück, weil seine Gewinne auf falschen Kursen beruhten. Und auch der lange Zeit souveräne Spitzenreiter kam zuletzt unter die Räder.
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DÜSSELDORF. Der Dax ist über 7 000 Punkte geklettert – und hat damit für eine überraschende Bewegung im Handelsblatt Börsenspiel gesorgt. Denn den souveränen Spitzenreiter „champs9“ hat der jüngste Sprung des Dax auf dem falschen Fuß erwischt. Gleich zweimal in dieser Woche verfielen Zertifikate, mit denen er auf einen fallenden Dax gesetzt hatte.

Das virtuelle Vermögen von „champs9“ liegt derzeit bei rund 1,4 Millionen Euro und hat sich damit mehr als halbiert. So liegt er immer noch weit vor der Konkurrenz. Aber viele Fehltritte darf er sich in den letzten anderthalb Spielwochen nicht mehr erlauben. Positiv für „champs9“ ist, dass ihm sein schärfster Konkurrent „blase01“ nicht mehr im Nacken sitzt. Wie sich herausstellte, verdankte letzterer seine Gewinne fast ausschließlich einem falschen Kurs bei der Aktie von 3U Telecom, zu dem in der Realität nie gehandelt wurde. Nach Korrektur des Fehlers fiel „blase01“ in der Gesamtwertung weit zurück.

Auf den Plätzen hinter dem Spitzenreiter kommt es dadurch zu einem heißen Kampf. Mindestens zehn Spieler können noch auf einen Platz unter den ersten Drei auf dem Podium hoffen. Derzeit Zweitplatziert ist „Miel“ mit einem Depotwert von 235 000 Euro vor „hertha-silvio“ mit 194 000 Euro.

Den Wochensieg sicherte sich Spieler „delta“. Er profitierte von einem überraschenden Kurssprung der Thielert-Aktie. Der Insolvenzverwalter der Flugzeugmotorenfirma äußerte vergangene Woche die Hoffnung, 2011 einen Investor für die Firma zu finden. Der Aktie bescherte das einen Kurssprung von 25 Cent auf bis zu 1,74 Euro, „delta“ einen Wochengewinn von 64 000 Euro (439 Prozent).

Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)

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