Handelsplätze schlossen nahezu unverändert
Europäischen Börsen fehlen Impulse

Der Ölpreis wirkte wie so oft auch am Freitag auf die europäischen Börsen. Während die Indizes - insbesondere die Werte der Fluggesellschaften - im allgemeinen von der Entspannung profitierten, verlor der Stoxx-Sektorindex für Ölwerte.

vwd FRANKFURT. Nahezu unverändert haben die europäischen Handelsplätze am Freitag geschlossen. Unterstützung erhielten die Kurse dabei von dem Rückgang des Ölpreises und der Erholung des Dollars. Insgesamt hätten sich Anleger auf Grund fehlender Impulse allerdings zurückgehalten, sagte ein Marktteilnehmer. Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,1 Prozent beziehungsweise zwei auf 3.089 Punkte nach. Der Stoxx-50 kletterte dagegen um 0,1 Prozent beziehungsweise drei auf 2910 Punkte. Angeführt wurden die Börsenplätze von Helsinki, Wien und Stockholm, wo die Notierungen etwas fester tendierten. In Mailand gab der Leitindex leicht nach. Wegen der Beisetzung des Papstes in Rom war die Börse in Warschau geschlossen.

Größte Verlierer waren die Ölwerte, die im Fahrwasser des sinkenden Ölpreises zurückkamen. Der Stoxx-Sektorindex verlor 0,7 Prozent. Die Aktien der großen Europäischen Ölkonzerne Total, BP, Shell und Co gaben zwischen 1,4 Prozent und einem Prozent nach. Des einen Leid, des anderen Freund: Für die Fluggesellschaften verbilligten sich die Treibstoffpreise. Lufthansa kletterten deshalb um 1,1 Prozent auf 11,16 Euro, Air France-KLM gewannen 0,6 Prozent auf 13,83 Euro und British Airways 1,4 Prozent auf 274 Pence.

Von guten Vorgaben aus den USA profitierten laut Händlern die Technologiewerte. Der Nasdaq-Composite hatte am Donnerstag auf Tageshoch geschlossen. Die leichten Gewinnmitnahmen am Freitag konnten dagegen die gute Stimmung nicht eintrüben. Zudem habe das Marktforschungsinstitut Gartner in einer Studie die Aussichten für die Hersteller von Chip-Produktionsanlagen im laufenden Jahr „weniger dramatisch als vor kurzer Zeit“ einstuft, so Marktteilnehmer. ASML kletterten um 2,3 Prozent auf 12,84 Euro. Auch Infineon und STMicroelectronics lagen fest im Markt. Ericsson stiegen um zwei Prozent auf 20,60 schwedische Kronen. Nokia handelten optisch leichter, das Unternehmen schüttete je Aktie 0,33 Euro an die Aktionäre aus. Um diesen Abschlag bereinigt, lag die Aktie ebenfalls im Plus. Der Subindex Technologie stieg um 0,3 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten auch die Aktien der Einzelhändler, die sich im Schnitt um 0,6 Prozent verteuerten. Übernahmespekulationen um die britische Boots und positive Aussagen zur Nachfrage in Deutschland durch Metro hätten hier die Aktien gestützt, sagte ein Marktteilnehmer. Metro gewannen 1,9 Prozent auf 44,20 Euro. Boots legten um 3,3 Prozent auf 636 Pence zu. Bankenaktien profitierten laut Händlern von nachlassenden Sorgen um Zinserhöhungen und stiegen im Schnitt um 0,5 Prozent. Uneinheitlich lagen die als defensiv geltenden Versorger im Markt: Während Eon, RWE und Endesa nachgaben, legten Suez und Enel zu. Enel entscheidet laut italienischen Presseberichten am Samstag über die Ausgliederung der Mobilfunktochter Wind. Die Aktie legte um 0,9 Prozent auf 7,47 Euro zu.

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