Handelsplätze: Tokioter Börse leicht im Plus

Handelsplätze
Tokioter Börse leicht im Plus

Vor allem die Aktien der Maschinen- und Bauindustrie haben in Japan profitiert. Sie gelten nach der Tsunami-Katastrophe als Wachstumssektoren. Der Nikkei stieg um 0,3 Prozent.
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TokioDie Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch überwiegend fester notiert. Gute Vorgaben aus den USA trieben die Kurse an, allerdings begrenzte die Schuldenkrise in Europa die Zuwächse. Nach Angaben von Händlern standen vor allem Aktien der Maschinen- und Bauindustrie im Fokus.

Investoren erwarteten, dass diese Branchen vom Wiederaufbau in Japan nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom März 2010 profitieren. Insgesamt fiel der Handel vor den Anleihe-Auktionen von Italien und Spanien sowie angesichts des kommenden EU-Gipfels aber schwach aus.  

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 8447 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg 0,2 Prozent auf 733 Zähler. Auch die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur, Hongkong und Australien legten zu. Dagegen verbuchten die Märkte in Südkorea und Shanghai  Verluste.

„Mit den italienischen und spanischen Schuldenauktionen in dieser Woche und der für Februar und März quer durch Europa geplanten massiven Kreditrefinanzierung wird das risikoaverse Umfeld bestehen bleiben“, sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Alles hänge gegenwärtig von Europa ab. Im Laufe des Tages trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti. Ende Januar steht ein weiterer EU-Sondergipfel an.   

Positive Impulse kamen aus den USA, wo der Optimismus des Aluminiumkonzerns Alcoa die Aktienkurse am Tag zuvor auf den höchsten Stand seit fünf Monaten gehievt hatte. Der Konzern gilt als Frühindikator für die Entwicklung der Konjunktur, da Aluminium für die Herstellung vieler Produkte gebraucht wird.  

Bei den Einzelwerten gehörten zu den größten Gewinnern in Tokio die Aktien von Japan Bridge mit einem Plus von knapp sieben Prozent. Der Autobahnbetreiber im Großraum Tokio hatte zuletzt mitgeteilt, etwa zehn Milliarden Euro in den Ausbau der Infrastruktur zu stecken. Auch die Finanzgruppen Sumitomo Mitsui und Mitsubishi UFJ konnten zulegen. Die Papiere des Brokerhaus Nomura gewannen um über drei Prozent, weil sich Investoren nach dem überraschenden Ausscheiden eines früheren Managers von Lehman Brothers eine Wende bei der Investmentbank erhofften.    

Der Euro gab im fernöstlichen Handel erneut nach. Die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,2747 Dollar rund 0,2 Prozent tiefer als im späten Handel in New York. Händler sagten, die Anleger seien vor der Zinssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag vorsichtig. Zudem wirke sich auch die anstehende spanische Anleihe-Auktion aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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