Handelssystem ist Flagschiff der Deutschen Börse
Eine Stunde lang kein Xetra-Handel

Der Aktienhandel auf dem wichtigsten Handelssystem der Deutschen Börse Xetra ist am Freitag für mehr als ein Stunde unterbrochen worden. Über die Ursachen des Ausfalls der als zuverlässig geltenden Plattform für den Aktienhandel machte die Börse zunächst keine Angaben.

HB FRANKFURT. Der Xetra-Handel wurde um 12.30 Uhr wieder aufgenommen. Gegen 11.00 Uhr war das System der Börse zufolge ausgefallen. In der Zwischenzeit konnten Aktien nur über die Parkettbörsen gehandelt werden. Der Deutsche Aktienindex (Dax) hatte bis dahin 0,75 Prozent auf 4 044 Punkte zugelegt. Nach Wiederaufnahme lag der Dax bei 4 048 Punkten.

Händler reagierten insgesamt gelassen. „Xetra gilt eigentlich als sehr zuverlässiges System“, hieß es bei einer ausländischen Bank. Lediglich zu Beginn des Ausfalls sei es etwas hektisch geworden, sagte ein Händler einer deutschen Bank. Über 90 Prozent der Standardwerte des deutschen Aktienmarktes werden über Xetra abgewickelt. Damit hat Xetra seit seiner Einführung im September 1997 dem Parketthandel den Rang abgelaufen. Das Handelssystem ist das Flaggschiff der Deutschen Börse, deren Aktien in die Berechnung des Dax einfließen. Täglich werden über Xetra der Börse zufolge Umsätze in Höhe von drei bis fünf Milliarden Euro abgewickelt.

Händler erklärten, der Ausfall habe zunächst in einigen Segmenten begonnen. Bis gegen 11.14 Uhr sei dann das ganze System betroffen gewesen.

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