Hewlett-Packard-Aktie im Fokus
HP-Zahlen belasten US-Standardwerte

Enttäuschende Quartalszahlen des Computer- und Drucker-Herstellers Hewlett-Packard (HP) haben am Mittwoch die Wall Street belastet und die US-Standardwerte ins Minus gedrückt. Die Technologietitel profitierten dagegen von Kursgewinnen bei Softwarefirmen und hielten sich etwas oberhalb ihrer Vortagesschlusskurse.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um gut 0,3 Prozent tiefer mit 9397 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index endete 0,2 Prozent tiefer mit rund 1000 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss praktisch unverändert um 0,03 Prozent tiefer mit 1760 Punkten.

Die Börsenbarometer waren schwächer in den Handel gestartet. Erneute Gerüchte über eine angebliche Festnahme von Extremistenführer Osama bin Laden durch US-Streitkräfte gaben den Kursen Händlern zufolge dann aber wieder etwas Auftrieb. In US-Regierungskreisen wurden diese Gerüchte allerdings als absolut unzutreffend zurückgewiesen. Gerüchte über eine angebliche Festnahme des Chefs der Extremistengruppe El Kaida hatten in diesem Jahr bereits mehrfach die Runde an der Wall Street gemacht.

„Ich denke, der Markt ging hoch wegen eines Gerüchts, dass wir wieder einmal Bin Laden gefasst haben“, sagte Craig Cummings von Cantor Fitzgerald und fügte lakonisch hinzu: „Es sieht inzwischen so aus, als ob wir ihn bislang ungefähr 25 Mal gefasst haben.

Insgesamt konzentrierten sich die Anleger aber auf die schwachen Geschäftsergebnisse von HP. „Es passiert nicht viel heute“, sagte Michael Kayes von Eastover Capital Management. „Aber die Zahlen von Hewlett sorgten für eine insgesamt negative Stimmung am Markt.“ Der Aktienkurs von HP verlor zehn Prozent auf 19,80 Dollar. Der Konzern hatte im dritten Geschäftsquartal bei Gewinn und Umsatz die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. „Ihre Ergebnisse stellen ihr künftiges Wachstumspotenzial in Frage“, sagte Kayes. „Und sie waren enttäuschend, wie sie sogar selbst zugeben.“

Zu den Kursverlierern zählten auch die Titel von Walt Disney. Der Kurs fiel um 1,1 Prozent auf 21,98 Dollar, nachdem die Analysten von Smith Barney die Aktie von ihrer Empfehlungsliste genommen hatten.

Die Technologiewerte hingegen wurden von Kursaufschlägen bei Softwarefirmen gestützt. So legten die Papiere von Intuit zeitweise um 2,1 Prozent zu und schlossen mit 46,21 Dollar. Das Unternehmen hatte einen verringerten Quartalsverlust und einen Umsatzanstieg bekannt gegeben.



An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Milliarden Aktien den Besitzer. 1753 Werte legten zu, 1449 gaben nach und 226 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,5 Milliarden Aktien 1623 Titel im Plus, 1542 im Minus und 16 unverändert. An den US-Kreditmärkten gingen die zehnjährigen Staatsanleihen um 18/32 auf 98-16/32 zurück. Sie rentierten mit 4,43 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%