Hoffen auf Zinssenkung
Wall Street bleibt auf Rekordkurs

Die US-Börsen sind nach unerwartet guten Konjunkturdaten mit leichten Gewinnen aus der Handelswoche gegangen. Auch Unternehmensberichte - vor allem von Technologiekonzernen - gaben dem Handel Auftrieb.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones erreichte bis zum Mittag ein Allzeithoch, nachdem eine überraschend milde Inflationsentwicklung bei vielen Anlegern Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung geschürt hatte. Verluste bei Energietiteln dämpften bis zum Handelsschluss allerdings die Stimmung der Anleger wieder.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,23 Prozent fester bei 12 445 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er einen Rekordstand von 12 486 Stellen erreicht, der Tiefststand lag am Freitag bei 12 417 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,11 Prozent zu auf 1 427 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,14 Prozent auf 2 457 Punkte. Für die zu Ende gehende Wochen ergab sich beim Dow ein Plus von 1,1 Prozent, der S&P legte 1,2 Prozent und der Nasdaq 0,8 Prozent zu.

"Der Aktienmarkt hat einen enormen Ansturm erlebt", sagte Christopher Zook von CAZ Investments. Allerdings habe das Minus bei Energietiteln besonders dem Dow, aber auch dem S&P etwas Wind aus den Segeln genommen: Nach deutlichen Gewinnen in den vergangenen Tagen verloren die Aktien von Ölriesen wie Exxon Mobil am Freitag an Wert. Die Papiere notierten um 1,82 Prozent leichter bei 77,30 Dollar.

Von guten Konjunkturdaten profitierten dagegen Aktien von Unternehmen, die eng mit der Entwicklung der Gesamtwirtschaft verbunden sind: Die Papiere des Mischkonzerns General Electric verteuerten sich um 3,18 Prozent auf 37,36 Dollar. Zu den Gewinnern zählten zudem die Anteilsscheine des Konsumgüterkonzerns Procter & Gamble, die bei 64,11 Dollar 1,2 Prozent im Plus lagen.

Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, blieben die Verbraucherpreise im November unverändert. Auch in der Kernrate ohne Energiekosten und andere schwankungsanfällige Bereiche blieb der von Experten erwartete Anstieg aus. Nach Zahlen der US-Notenbank Fed stieg zudem die Produktion der US-Industrie im November etwas stärker als erwartet.

Die Aktien des nach Bilanzsumme weltgrößten Finanzinstituts Citigroup, die auf Zinsnachrichten stets sehr sensibel reagieren, verteuerten sich um 1,81 Prozent auf 54,07 Dollar.

Positiv nahmen die Anleger auch die Nachrichten vom US-Softwareanbieter Adobe auf. Dieser steigerte seinen Gewinn im vierten Geschäftsquartal kräftig und profitierte dabei auch von der Übernahme seines Rivalen Macromedia. Adobe-Aktien reagierten mit einem Kurssprung von knapp fünf Prozent auf 42,81 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,11 Mrd. Aktien den Besitzer. 1551 Werte legten zu, 1763 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,34 Mrd. Aktien 1465 im Plus, 1608 im Minus und 133 unverändert. An den US-Kreditmärkten notierten die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 100-6/32. Sie rentierten mit 4,599 Prozent. Die 30-jährigen Bonds lagen ebenfalls unverändert bei 96-17/32 und hatten eine Rendite von 4,719 Prozent.

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