Hohe Ölpreise belasten Aktien in Fernost
Börse Tokio verzeichnet Kursverluste

Die Aktien in Tokio gaben zum Wochenausklang nach. Besonders Auto- und Technologie-Aktien schlossen im Minus. Auch die weiteren fernöstlichen Börsen gingen leichter aus dem Handel.

TOKIO/SINGAPUR. Der Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Minus von 0,47 Prozent bei 10 982 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,38 Prozent auf 1105 Zähler. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte schloss damit erstmals seit zwei Wochen wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 11 000 Punkten.

Die hohen Ölpreise haben die anderen asiatischen Aktienbörsen auch belastet. Sorgen über negative Auswirkungen der Rekord-Ölpreise auf die Unternehmensergebnisse und die Weltwirtschaft hätten vor allem die Kurse von Exportwerten gedrückt, sagten Händler. Der Dollar wurde vor allem vom Anstieg des US-Außenhandelsdefizits auf den bisher zweithöchsten Stand belastet.

Die Kurse an den Börsen in Südkorea, Hongkong und Taiwan gaben leicht nach. Die Aktie des großen südkoreanischen Technologiekonzerns Samsung Electronics gab etwas nach. Samsung Electronics hatte für das zweite Quartal einen Anstieg des Gewinns im Vergleich zum Vorjahresergebnis um 46 Prozent bekannt gegeben. Im Vergleich zum Vorquartal fiel aber der Gewinn um 14 Prozent. „Samsung macht noch immer Gewinne, aber die Gewinne verringern sich, und der Zyklus der IT (Informationstechnologiebranche) scheint in den nächsten Quartalen nicht gut zu sein“, sagte ein Fondsmanager der Alfa Asset Management, Casei Choi.

Tech-Aktien und Auto-Titel verlieren

Unter den Verlierern waren im fernöstlichen Handel vor allem Technologieaktien und die Autowerte. Die Papiere von Sony Corp fielen um über ein Prozent. Die Titel von Honda Motor verbilligten sich um 1,5 Prozent. Ein Anstieg der Ölpreise auf neue Rekord-Hochs hatte die Stimmung bereits an der Wall Street gedrückt. Der Leitindex Dow Jones fiel 1,1 Prozent auf 9894 Punkte und damit auf das niedrigste Niveau seit zwei Monaten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,9 Prozent auf 1903 Punkte nach.

Die anhaltend hohen Ölpreise und eine Ausweitung des Defizits in der US-Handelsbilanz haben den Dollar im fernöstlichen Devisenhandel am Freitag etwas belastet. Die höchsten Öl-Importpreise seit 23 Jahren und Rekord-Importe aus China trieben das US-Außenhandelsdefizit im August mit 54,4 Milliarden Dollar auf das zweithöchste Niveau, das je erreicht wurde. Der Dollar wurde in Tokio mit 109,52 Yen gehandelt nach 109,66 Yen im späten New Yorker Handel. Ein Euro kostete 1,2398 Dollar nach 1,2386 Dollar. US-Leichtöl kostete in Fernost 54,60 Dollar je Barrel (rund 159 Liter), nachdem sein Preis am Donnerstag mit 54,88 Dollar einen neuen Höchststand erreicht hatte.

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