Hoher Ölpreis belastet
Intel lähmt die Wall Street

Die Wall Street hat am Dienstag leichte Kursverluste verbucht. Die auf immer neue Rekordstände steigenden Ölpreise bremsten die Kauflust der Anleger. Zudem befürchteten viele Anleger, der weltweit größte Chiphersteller Intel würde nach Börsenschluss ein enttäuschendes Quartalsergebnis bekannt geben, sagten Analysten.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,05 % niedriger mit rund 10 077 Punkten. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen einem Hoch von 10 102 und einem Tief von 10 017 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,23 % auf etwa 1121 Punkte nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 0,19 % auf rund 1925 Punkte.

Der Generalstreik in Nigeria und ein Tarifkonflikt in der norwegischen Ölindustrie nährten Händlern zufolge die Sorgen vor Öl-Lieferengpässen im Winter und trieben die Ölpreise weiter in die Höhe. In London stieg der Preis für die Nordsee-Ölsorte Brent zeitweise auf ein Rekordhoch von 51,50 Dollar je Barrel (rund 159 Liter). Für US-Öl musste zeitweise ein Rekordpreis von 54,45 Dollar bezahlt werden. Damit verteuerte sich das Rohöl seit Jahresbeginn um 66 %.

Händlern zufolge warteten die Anleger gespannt auf die Quartalsergebnisse der Technologieschwergewichte Intel und Yahoo nach Börsenschluss. Nach den zuletzt weniger optimistischen Ausblicken von Intel fürchteten einige Anleger, das Ergebnis im dritten Quartal könnte enttäuschend ausgefallen sein. Intel-Aktien verloren infolge dessen 1,6 % auf 20,28 Dollar, während die Dividendenpapiere von Yahoo gut 0,6 % auf 34,23 Dollar zulegten.

Zuvor hatte bereits der Medizintechnik- und Arzneimittelkonzern Johnson & Johnson ein positives Quartalsergebnis vorgelegt. Die Aktien des Unternehmens reagierten mit einem Plus von fast 2,7 % auf 56,82 Dollar. Gefragt waren auch die Titel der US-Investmentbank Merrill Lynch , nachdem diese ein über den Erwartungen ausgefallenes Ergebnis für das dritte Jahresviertel vorlegte. Die Papiere gewannen fast drei Prozent auf 52,48 Dollar.

In den Blick der Investoren gerieten auch die Anteilscheine des US-Mobilfunkzulieferers Qualcomm, nachdem dieser angekündigt hatte, den britischen Software-Anbieter Trigenix übernehmen zu wollen. Qualcomm-Aktien legten 0,8 % auf 41,54 Dollar zu. Dagegen büßten die Titel des durch mutmaßliche Bilanzunregelmäßigkeiten unter Druck geratenen größten US-Immobilienfinanzierer Fannie Mae gut 0,6 % auf 68,26 Dollar ein. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, dass insgesamt acht Klagen wegen genereller Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz gegen Fannie Mae vorbereitet oder eingereicht worden seien.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,32 Mrd. Aktien den Besitzer. 1557 Werte legten zu, 1751 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,48 Mrd. Aktien 1315 Werte im Plus, 1751 im Minus und 165 unverändert.

An den US-Kreditmärkten legten die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 9/32 auf 101-6/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,102 %. Die 30-jährigen Bonds gewannen 13/32 auf 107-9/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,880 %.

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