Hoher Ölpreis belastet weiter
Dax rutscht wieder unter 3 800 Punkte

Der weiter steigende Ölpreis, die Aussicht auf steigende US-Zinsen und die angespannte Lage in Nahost haben am Mittwoch den Anlegern am deutschen Aktienmarkt die Kauflaune verdorben. Fallende Kurse an den US-Börsen beschleunigten die Talfahrt noch.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den elektronischen Handel auf Xetra mit einem Minus von 1,9 % auf 3776 Zähler und rutschte damit unter die psychologisch wichtige Marke von 3800 Punkten. Der Technologieindex TecDax gab ebenfalls 1,7 % auf 543 Punkte nach. „Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, die derzeit die Stimmung am Markt belasten“, sagte Markus Reinwand, Marktstratege bei Helaba Trust. Ein wesentlicher Grund ist der hohe Ölpreis. Gegen Sitzungsende trübte zudem die deutlich schwächere Wall Street in New York die Stimmung der Investoren merklich ein.

Hauseigene, schlechte Meldungen habe es eigentlich nicht gegeben, hieß es im Handel. In den USA belasteten Sorgen über die Kombination aus steigenden Zinsen, dem hohen Ölpreis und dem Rekorddefizit in der US-Handelsbilanz. Damit sei das „Inflationsgespenst“ wieder zum Thema geworden. Der hohe Ölpreis zeige, dass diese Ängste berechtigt seien, meinte ein Händler. Damit könnten die Zinsen künftig noch stärker und schneller steigen, als bislang mit Blick auf die Konjunktur erwartet. Negativ wirkte auch das US-Handelsbilanzdefizit: Mit 45,9 Mrd.$ wurde ein neuer Negativrekord erzielt. Der Markt hatte nur mit 43 Mrd.$ gerechnet.

Der Preis für ein Barrel Rohöl war am Dienstag in New York über die Marke von 40 $ gesprungen und hatte damit den höchsten Stand seit mehr als 13 Jahren erreicht. „Ein hoher Ölpreis birgt die Gefahr einer steigenden Inflation“, sagte ein Händler. Damit erhöhe sich auch die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung in den USA, fügte er hinzu.

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